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Donnerstag, 18. April 2013

DTM - Skippers Flake

Es ist wirk­lich lange her, dass ich die­sen Tabak in der Pfeife hatte. Wenn man mich aber in den letz­ten Jahren nach einem der bes­ten Flakes, die es in Deutschland zu kau­fen gibt, gefragt hätte: Ich hätte sicher immer ohne zu zögern den „Skippers“ erwähnt.

An mei­ner – immer­hin drei­zehn Jahre alten – ers­ten Einschätzung hat sich wenig geän­dert. Noch immer gehört der „Skippers“ zu den bes­ten, kräf­tigs­ten und voll­mun­digs­ten Virginia-Flakes, die es für Geld zu kau­fen gibt. Zwar hat sich die Basis des Tabaks seit­dem ver­än­dert und der Tabak hat etwas von sei­ner Weichheit ver­lo­ren – er wurde etwas “rup­pi­ger”; so bleibt er doch selbst beim fil­ter­lo­sen Rauchen ein Zungenschmeichler.

Meine Dose steht seit mehr als einem Jahr im Schrank – von zu gro­ßer Feuchte kann wahr­lich nicht die Rede sein. Der Tabak ist ein fes­ter, har­ter vier­ecki­ger Block in der run­den Dose und muss scheib­chen­weise aus­ein­an­der ­ge­pult wer­den. Der „Skippers“ lässt sich in die­ser Konsistenz nicht “am Stück” stop­fen und rau­chen; er muss gut „auf­ge­rubbt“ wer­den.

Es braucht ein paar Versuche bis er auf der gesam­ten Oberfläche glimmt… aber dann… dann umschmei­chelt die Zunge und den Gaumen ein wun­der­bar sanf­ter, voll­mun­di­ger und gerade noch süßer Geschmack. Von der Säure, die dem Tabak beim Öff­nen der Dose ent­strömt, ist nichts übrig. Das erin­nert an die ketchup-sauren Tabake von McClelland, die auch nie so schme­cken, wie sie rie­chen. Appetit macht mir der heu­ar­tige Geruch, der guten Virginia-Flakes eigen ist.
 
 
Der Geschmack ist weich und aro­ma­reich und erstaun­lich sanft zur Zunge, haben doch Virginia-Flakes oft die Angewohnheit, die Zunge zu stra­pa­zie­ren. Nicht der „Skippers“. Selbst fil­ter­los geraucht (was ich emp­fehle) bleibt die Zunge schmerz­frei von Anfang bis Ende. Allein ein wür­zi­ger, rau­chi­ger und etwas süßer Geschmack legt sich über Zunge und Gaumen. Der Tabak schmeckt ein­fach nur tabakecht; so tabakecht, wie es nur geht.

Mit zeitlicher Länge des Rauchens legt der „Skippers“ etwas an Kraft zu. Aus gro­ßen Pfeifenköpfen – für die man dann auch ordent­lich Zeit ein­pla­nen sollte – wird der Tabak zum Ende hin dann wirk­lich rich­tig stark. Das meint sowohl die geschmack­li­che Intensität, als auch den Nikotinanteil. Der „Skippers“ hält, was er ver­spricht: Er ist einer der kräf­tigs­ten Tabake aus dem Hause DTM.

Der Tabak hat es ver­dient, dass man ihm seine Aufmerksamkeit schenkt. Nebenher geraucht kann man ihn schon mal zu heiß wer­den las­sen (ich bin ja als Schnellraucher und kräftiger Zieher bekannt). Doch scha­det es ihm kei­nes­wegs, wenn man die Pfeife weg ­legt und – solange er noch etwas warm ist – wie­der ent­zün­det. Nur der erste Zug (wenn der Tabak rich­tig kühl ist, die ers­ten drei Züge) sind etwas bit­ter. Danach erin­nert er sich wie­der an seine guten Eigenschaften und glimmt zu einem Häufchen fei­ner, grau-weißer Asche her­un­ter. Beim fil­ter­lo­sen Rauchen sollte man schon ab und an einen Reiniger bemü­hen… der „Skippers“ dankt es einem mit zun­gen­biss­freiem Rauch.

Fazit:
Trotz der Jahre, die zwi­schen mei­ner mei­ner letz­ten Dose „Skippers“ und dem heu­ti­gen Tage lie­gen: Ich habe mich nicht geirrt in mei­ner Erinnerung. Er ist noch immer einer von den Besten (nicht-süßen) Flakes, die für Geld zu kau­fen sind. Der Skippers bekommt wei­ter­hin meine unein­ge­schränkte Empfehlung.


Autor: Nic Franck

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