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Samstag, 16. März 2013

Huber - No 13 English Perique

Nö... ich will das nicht, heute! Ich will keinen Fruchtkorb, keine geistigen Getränke, keinen Vanille-Pudding, keine Erdbeer-Käsesahne-Torte... ICH-WILL-TABAK!

Wem mal wieder nach richtige deftigem Tabakgenuss ist und wem zudem beim Duft und Geschmack von Perique das Wasser im Mund zusammen läuft, DER ist hier richtig. Huber „No.13 English Perique“. Stop, stop... bitte nicht alle Latakia-Gegner weglaufen. Wer sagt denn, dass Latakia drin sein muss, nur weil "english" draufsteht?


Schon beim Öffnen der Dose präsentiert sich der Perique als Chef. Ja, es sind noch ein paar Andere da, ein reifer, nur wenig süßer Virginia, ein Burley, der klitzekleine Schokonoten beisteuern darf... doch diese Jungs sind nur die rechte und linke Hand vom Boss. Der setzt sich rigoros mit Essignoten im Duft und säuerlich runden, pikanten Noten im Geschmack in Szene. Er schafft, zusammen mit seinen Assistenten, ein rundes, volles Aroma.

Kräftig, deftig... aber nicht stark... und typisch spritzig mit feinem Nasenkitzel. Schön kühl rauchen lässt er sich durch mittlere Schnittbreite in Pfeifen aller Größen. Zurückhaltend tabakiges Raumaroma, keine Kondensatbildung... nur ein Häufchen feiner, pulveriger Asche kündet vom Ende des frischen, satten Genusses.


Beginner sollten sich aber erst einmal mit milderen Perique-Mischungen an die Besonderheiten dieses Krautes heran tasten... z.B. mit dem "Ascanian No.1" von DTM. Dem Huber „No.13“ wurde mal "Eindimensionalität" vorgeworfen. Ziemlich albern, wie ich finde.

Merke: Wo extra "Perique" draufsteht, ist auch extra "Perique" drin. ...und zwar nicht in weichgespülter, vorsichtiger Miligramm-Beimischung. Sondern satt und reichlich. Endlich mal wieder ein Charakterkopf, der aus dem wohl temperierten Einerlei selbstbewusst hervorsticht.

Ich weiß, wer diesen Tabak für Huber mischt. An diese Adresse herzlichen Gruß und Dank von allen echten Perique-Fans. Love it, or leave it... man muss ihn ja nicht rauchen!
Ich, jedenfalls, liebe ihn !

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Hallo Ralf

    Ja das ist ein feines Stövchen, schmeckt mir besonders gut aus einer filterlosen Prince.

    Laut Huber ist der Tabak zusätzlich mit Perique-Aroma, neben dem Perique und den anderen Tabaken versehen.

    Liebe Grüße Horst

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    1. Ich bin gerade zum ersten Mal über diesen Blog gestolpert und muss sagen, dass ich ziemlich begeistert bin.
      Der vorgestellte Tabak in diesem Artikel sieht zudem echt super aus und schmeckt bestimmt auch so.

      Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere interessante Artikel in der nächsten Zeit.

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  2. Hallo Herr R. Dings,

    ich finde Ihren Artikel durchaus lesenswert. Doch die Geheimnistkrämerei, um DTM als Poduzenten dieses fabelhaften Tabaks, verstehe ich nicht und leuchtet mir nicht ein (trotz versteckter Anspielungen). Mann kann doch ruhig "Ross und Reiter" benennen.

    Gruß

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  3. Hallo Herr...?...

    das ehrt mich. Manchmal sind Sätze für Einzelne geschrieben.Ich weiss, dass dieser Einzelne hier mit liest.Er bat mich seinerzeit, diese Information für mich zu behalten und ich pflege mich an mein Wort zu halten.
    Ich hoffe und glaube aber, dass er sich über diesen Satz gefreut hat...und damit macht diese Anspielung Sinn.
    Entschuldigung, das war jetzt noch mehr Geheimniskrämerei.

    Gruß

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    1. Lieber Ralf,

      im Mai erwarb ich in München ebenjenen English Perique bei Tabak Huber im Tal.

      Unter der Maßgabe einen guten englischen Tabak ohne Latakia zu bekommen, nahm ich ein Döschen mit in die Heimat.

      Die äußere Aufmachung(Verpackung und Verschluss)sind absolut angemessen für einen Vielraucher wie mich.

      Nach Öffnen der Dose erschien ein buntes Bild aus den schon beschriebenen Tabaken mit gutem Griff und schönem Stopfverhalten.

      Ein reichhaltiger Duft entstieg dem Gefäß, der guten Virginia und auch Burley offenbarte mit einer deutlichen Note von Rum, Schokolade und Haselnuss. Ein Aroma von Pflaumenmus oder Pumpernickel konnte ich allerdings nicht ausmachen.

      Keine Frage, hier hat sich jemand sehr große Mühe gegeben einen ordentlichen Blend hinzubekommen.

      Nun einen meiner mittleren Londonköpfe gestopft und entfacht, was sich recht einfach gestaltet, erwartete ich einen unkomplizierten Genuss britischer Provenienz.

      Weit gefehlt!

      Was sich nun auftat war ein extrem mildes Raucherlebnis bei zunächst völlig problemlosen Abbrand, trocken und kühl. Kräftige Aromen aber keine Spur distinguierter englischer Feinheit.

      Was ist hier am Werk?

      Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren das hier eine sorgfältig komponierte Mischung aus hervorragenden Tabaken mittels einer guten Portion Saucierung in eine englische Richtung gebogen werden soll. Am ehesten erinnert mich diese Melange an den guten alten Lincoln Cavendish,obwohl hier angeblich kein Cavendish verarbeitet wurde oder an Amphora rot. Amerikanische Mischungen mithin.

      Im weiteren Verlauf befürchtete ich ein heftiges Crossover, sodaß ich eine Noträumung des Kopfes vorzog und eine meiner für dänische Mischungen reservierten Peifen erneut befüllte.

      Fazit: Ein hervorragender, sorgfältig abgestimmter Tabakmix mit sauberem Abbrand und guten technischen Raucheigenschaften. Hat aber nichts zu tun mit Tabaken wie Irish Oak, St. James Flake, DDNR oder Rattray´s naturbelassenen Mischungen.
      Alles in allem ein guter Tabak mit unverkennbarem dänischen Charakter aber nichts für mich!

      Just my 2cents











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