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Sonntag, 3. Februar 2013

Mac Baren - Virginia N° 1

Ich denke, man kann so, oder eben so zur Pfeife finden. Die spannendste Frage ist wohl immer, ob der Interessent bei der Pfeife bleibt oder vielleicht ziemlich schnell vollkommen entnervt aufgibt. Einer der Beweggründe, warum Neulinge lieber wieder schnell zur Zigarette greifen, ist der, dass sie der Tabakgenuss nicht schnell genug überzeugt. Da mag es zahlreiche Faktoren geben, darüber wurde schon in epischer Breite philosophiert. Aber der Tabak, der dem Newbie zur Verfügung steht, spielt sicherlich eine große Rolle.

Nun ist es in Deutschland eben so, dass eine große Zahl an Pfeifenrauchern keinen wirklich überzeugenden Tabakdealer um die Ecke hat. Gott sei Dank gibt es im Internet Foren, Youtube etc., wo man erfährt, welche Köstlichkeiten auf einen warten können. Man muss in der Diaspora schon froh darüber sein, wenn sich der lokale Dealer vom Vertreter hat dazu überzeugen lassen, neben solchen Rauchpappen wie beispielsweise von Holger Danske, gute und überzeugende Mac Baren-Produkte ins Regal zu stellen.

Als ich neulich meinen Tabak versehentlich zu Hause gelassen hatte, da stand ich nach langer Zeit mal wieder vor dem Problem, dass ich mir mal auf die Schnelle einen guten Stoff besorgen musste. Rein ins gute Stübchen und da standen die Tabake von Mac Baren. Neben all den grausamen Luftverpestern, die nichts anderes tun, als auf der Zunge beißen und somit für mich genau DIE Garanten dafür sind, dass dauerhaft niemand bei der Pfeife bleibt. 

 
Da stach mir der „Virginia N°1“ wieder ins Auge. Ein Tabak, den ich schon ewig nicht mehr geraucht hatte. Aber er kam mir gerade recht. Sofort geöffnet.... tja, zwischen gar keinem feststellbaren Aroma und einem dezenten Casing... da liegen manchmal nur Nuancen. Der „Virginia N° 1“ trägt solche Nuancen mit sich. Honig? Wie oftmals beschrieben?? Ich weiß nicht.... Mac Baren-typisch? Ja.... das auf alle Fälle!

Der Tabak riecht echt, ehrlich, natürlich. Ein Ready Rubbed, wie auf der Dose beschrieben?? Sehr, sehr grob... mit zahlreichen Flakestückchen. Diese sind eher hell und ein Teil der Mischung ist etwas dunkler. Wer Probleme mit dem Stopfen und dem Anzünden hat, der kann ja ein ein bisschen rubbeln. Nach dem Anzünden befindet sich ein „Pfeifenlehrer“ im Pfeifenkopf. Denn dieser Tabak kann bei nicht vorhandener Konzentration und eher hektischem Ziehen zum Beißwunder werden und den Eindruck eines nichtssagenden Qualmgetöses hinterlassen. Auf der anderen Seite offenbaren sich angenehme, schnuckelig süße Aromen, die ausschließlich vom Tabak stammen. Auch einer von diesen: „Wer den rauchen kann, schafft auch alle anderen“!.


Der Mac Baren „Virginia N° 1“ ist sehr bodenständig. Er ist kein Kraut, um mal eben nebenher geraucht zu werden. Aber mit ordentlich Aufmerksamkeit erhält man einen qualitativ hochwertigen, höchstens mittelstarken Virginia, der das Geld allemal wert ist. Keine Sensation... da finden sich im Bereich der naturnahen Virginias sicherlich noch ganz andere Kaliber, aber in einem durchaus etwas größerem Kopf macht dieser Mac Baren Spaß!


Autor: Ralf Ruhenstroth

Kommentare:

  1. Hallo Jogi,

    ich habs glaub ich auf yt eh irgendwann mal erwähnt: Geschmack toll, aber Raucheigenschaften leider "anspruchsvoll". Bei mir ists daher bei einem Pouch geblieben. Schade eigentlich.

    lg Max

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    1. Hi Max,

      ja stimmt. In der Handhabung etwas tricky, der Geschmack selbst allerdings eher unproblematisch.

      Danke für Deinen Kommentar,

      beste Grüße,
      Jogi

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    2. Hallo zusammen,
      bevor man holger Danske Produkte als Rauchpappe bezeichet,sollte man erwähnen das der Holger Danske Navy Flake ein wirklich guter milder Virginia Flake ist, der sich vor Mac Baren Tabaken nicht zu verstecken braucht.

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  2. Für mich persönlich einer DER Sommertabake schlechthin. Auf nem gemähten Feld, unter nem Rundballen im Schatten an nem richtig heissen Tag... Ich schweife ab! xD Ich liebe ihn. Gerade heute aus oben genannten Gründen wieder gekauft. :-)
    Lg
    Jasper

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  3. Hat der Tabak auch dieses leichte Honig-Casing, das Mac Baren bei vielen Tabaken verwendet?

    Gruß,
    Andreas aus Köln :-)

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    1. Hallo Andreas,

      ich sage mal so: Wenn an der Dose schnuppert, dann erkennt man ihn eindeutig als ein typischer Mac Baren. Wenn Du allerdings das Aroma einer "Mixture Scottish Blend" suchst, dann ist es doch deutlich zurückhaltender.

      Viele Grüße,
      Jogi

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    2. Hallo Jogi!

      Eben dieser "typische Mac Baren"-Geschmack sagt mir so gar nicht zu. :-)

      Dementsprechend wird der Virginia No. 1 wohl nicht meine Welt sein. Der MB Virginia Flake schmeckt mir auch nicht besonders...

      MfG,

      Andreas

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  4. Der Tabak ist für mich (neben dem Mellow Mallard und Timms Gold) ein perfekter All-Day-Smoke, wenn ich keine Lust auf etwas Spezielles habe. Ich finde diese reinen Virginias sind auch das Beste um eine Pfeife genussvoll einzurauchen ohne Aromaspuren zu hinterlassen. Gute Lehrer in der Zugstärke und -häufigkeit sind sie allemal. Man lernt auch die die Tabaksdichte duch Zerrupfen der Pfeifenkopfgröße anzupassen. Sobald dieser Tabak richtig gut scheckt hat man das Pfeifenrauchen erlernt. Pfeiferauchen lernen ist wie Fahrradfahren lernen: anfangs gibt es einige Blessuren (Zungenbrand / verkohlte Finger) aber mit der Zeit macht es richtig Spass und man kommt voran.

    Viele Grüße

    Lutz

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  5. ich wusste garnicht dass es was bessers gibt, ich rauch den seit 1975 ! am besten im ollen maiskolben.
    er muss allerdings unbedingt frisch sein, darum kauf ich ihn möglichts im meinem stammladen, wo ernicht monatelang rumlieg.

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