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Samstag, 19. Januar 2013

Samuel Gawith - BLACK XX - Finest Kendal Twist

Tja... wat nu'? Rauchen, oder doch eher kauen?

Diese Frage stellte sich mir spontan, als ich den Deckel vom Samuel Gawith "BLACK XX" Finest Kendal Twist öffnete. Ein Strang, sehr dunkler, fast schwarzer Tabak kommt zum Vorschein. Ölig glänzend mit deutlichem "Stallgeruch"...optisch ein wenig an eine Hunde-Hinterlassenschaft erinnernd... naja, man muss diese "Urtabake" schon richtig mögen.

Spätestens, als ich lese: "...kräftig dark fired...12 Stunden in Öl getränkt ...24 Stunden im Ofen gebacken..." beginnt es leise aus der Dose zu knurren: "Ich bin sehrrrrr krrrräftig, nimm` Dich in Acht, Unwissender!"


Ok, ich bin dann mal zur Pfeifengrösse "Fingerhut" rüber und habe mir ein albern kleines Köpfchen ausgesucht. Dann das scharfe Messer gegriffen und vom Strang drei dünne Scheibchen herunter gesäbelt. Schon beim Schneiden verliert sich ein wenig der Respekt. Riecht doch eigentlich lecker. Ein bisschen Leder, ein wenig holzig... tabakig kräftig...urig, ja urig - das trifft es. Die Scheiben etwas zerbröselt und die entstehenden Tabakfäden sorgsam ins Pfeifchen gedreht - kann los gehen!

Er glimmt gut an, entwickelt mächtigen Rauch, das Aroma ist salzig, teerig, deftig, kraftvoll ...und verdammt lecker! Schnell habe ich kapiert, dass dieser Bursche konzentriert, ruhig und vorsichtig "genippt" werden will. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was geschieht, wenn man ihn zu heiß raucht. Hey... man kann sich sogar entspannt zurücklehnen... er greift nicht an, pöckelt nicht die Zunge, sorgt nicht für Schwindelanfälle. Kein Beissen, Kratzen... kein Backstein im Magen. Cremig-satter Rauch der einen irgendwie... ja, an Seefahrt erinnert. So müssen die Tabake der Sailors gewesen sein!

Ab etwa der Mitte gibt es noch "eine Schaufel" Kraft dazu... schööön ruhig weiter rauchen... konzentrier' Dich... was für Aromen... herrlich! Keine Kondensat-Bildung... übrig bleibt nur ein Hauch dunkelgrauer Asche... und ein glücklicher Raucher. Geschafft.... genossen... und WIE!

Noch ein Pfeifchen davon... vielleicht ein etwas größerer Kopf? Nö... lass' mal. Für den Moment ist es genug. Der Nikotin-Gehalt dürfte bei Beginnern und Liebhabern leichter Mischungen für einen leichten Blackout und Koordinationsstörungen sorgen... und auch der Fan der kräftigen Sachen (ich,ich!) hat dann erst einmal genug. ...aber morgen wecke ich das "See-Ungeheuer" nochmal ...und genieße diesen wirklich urig-ungewöhnlichen Tabak. AHOI!

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Danke für diesen Genussbericht. Durch deine Beschreibung raucht man praktisch mit. Aber lieber Ralf Dings, deine Filmchen auf YT fehlen sehr.
    Herzlichen Dank

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    1. Dankeschön, lieber...?

      Nun, der Tod von René und einige Dinge im zeitlichen Umfeld dieses Ereignisses haben mir sehr zu schaffen gemacht. Ich konnte nicht einfach auf:"Business as usual" schalten, wollte und musste nachdenken. Ich hänge jetzt mal ein Schild an meinen YT-Account:"Bin bald wieder da". Wenn auch sicher nicht mehr mit der, bisherigen Intensität.
      Lieben Gruß, RALF

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  2. Hallo Ralf,
    der steht schon eine ganze Weile auf meiner Liste, aber bisher hat mich der "Respekt" vor diesem Burschen von einer Bestellung abgehalten. Nun mit deinem Review hab ich den Respekt nicht verloren, nur der "muß ich haben" Wille ist nun noch größer geworden. Danke Schön!!! :D

    Erik

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  3. Moinsen Ralf,

    nach Aussgae der Leute, die die Gwiths damals für den deutschsprachigen Raum "entdeckt" haben (Dabiel Schnider/Synecho und Lothar Wielands) waren die Ropes/Twists tatsächlich ursprünglich als Kautabake vorgesehen - bis man darauf kam, sie auch in der Pfeife zu probieren...

    Beste Grüße - manni

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  4. Hallo Manni,

    hehe...das ist`n Ding ! Wusste ich auch noch nicht.
    Hm...ob ich mich das trauen würde..ne, lieber nicht.
    Ich weiss nicht, ob "die Dritten" das aushalten.:-)

    Lieben Gruß, RALF

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  5. Ciao Ralf
    Der Samuel Gawith Black XX Finest Kendal Twist gehört seit vielen Jahren in meine Tabak Bar.
    Deine Beschreibung passt genau auf seine Geschmackseigenschaften. Mein Tabakhändler warnte mich am Anfang von seiner kräftigen Deftigkeit. Darum habe ich ihn früher auch einer naturbelassenen Virginiamischung beigemischt. Heute rauche ich ihn bloß, nicht alle Tage, jedoch immer wieder zwischendurch, zum Beispiel nach einem guten Essen. Mir schmeckt dieser Tabak außerordentlich gut.

    Beste Grüße

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  6. Hallo Ralf,
    da verlass ich mich doch mal glatt wieder auf Dich und werde den Burschen demnächst ordern. ;)
    Danke für die ausführliche Vorstellung!

    LG Thomas

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  7. Hallo Ralf,

    angefixt von Deiner Tabakbesprechung des "Black XX" habe ich mir diesen heute besorgt und muss sagen: allererste Sahne! Ich rauche ihn gerade in einer Volker-Hahn-Pfeife (mit Filter) und bin hin und weg.

    Beste Grüße

    Axel

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