Willkommen bei Jogi-wan...

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Sonntag, 29. Juli 2012

G.L.Pease - Charing Cross

Herstellerbeschreibung:

„Charing Cross is a traditional Balkan style blend of fine Virginia leaf, richly seasoned with smoky Cyprian Latakia, and spiced with the exquisite and exotic tobaccos of the orient. This is the one for Latakia lovers. Hints of roasted cocoa beans, orange zest, green pepper and campfires. This is the big one - fuller than Blackpoint, and a little less sweet.“


Der „Charing Cross“ wird von Gregory Pease unter der "Classical Collection" geführt, also "klassisch english"... Und in der Tat: Mit seinen Noten nach Leder und pfeffrigen Untertönen ist eine Latakia Mischung geblendet worden, die an die "guten alten" Engländer erinnert, die bis Ende der 80er Jahre  auch auf dem deutschen Markt erhältlich waren (ich will jetzt keine Namen nennen, da gibt es genug „Gehype“ drum....). Die Raumnote ist "frauenfeindlich", am Gaumen das Gefühl, an einem Hochsommertag die Landstraße abzulecken - so etwas muss man mögen, und Latakia-Fans tun das!

Die Schnittbreite ist "ribbon Cut" - mittel bis schmal und nicht zu langfaserig. Abbrand, stopfen und Kondensatbildung sind tadellos, im Geschmack ähnlich dem „Discovery“ von Danpipe (vielleicht einen Tick weniger extrem), allerdings ausgeprägter in der ledrigen pfeffrigen Note...

Wenn man eine Dose ergattern kann (gibt es leider nur über USA oder Schweiz): Unbedingt mitnehmen - so schmeckten die alten englischen Balkan-Mischungen!

Markenname: Charing Cross
Hersteller: G.L. Pease (USA)
Mischung: Virginia, Latakia, Orient
Schnittbreite: Mixture
Typ: naturbelassen
Stärke: medium
Verpackung: 57 Gramm Dose
Preis: 22,- CHF 

Autor: Manfred Arenz 

Samstag, 28. Juli 2012

Dunhill - Flake

Dunhill, der Name verpflichtet! Immer der Gefahr ausgesetzt, möglicherweise mal nicht seinem Namen gerecht zu werden, werden hier immerhin € 12,50,- für 50 g Flake-Tobacco aufgerufen. Und das ist im Grunde genommen zu viel. Mittelbraun, durchsetzt mit wenigen hellen und auch dunkleren Tabakfasern, so sieht der Flake von Dunhill aus. Eine Augenweide, diese gepressten Quadrate. Aus der Dose riecht es süßlich, nach etwas Karamell“, eher die dänische Richtung. 


Die erste „Enttäuschungsbarriere“ überspringt dieser Tabak auch sehr souverän. Er ist nämlich weder zu trocken, noch zu feucht. Keine Scheibe klebt an der anderen. Und deswegen macht das Stopfen der Pfeife auch Freude. Selten geht das Knicken und Falten so einfach. Ganz leicht aufgezwirbelt und dann ein müheloses Anstecken. 


Der Dunhill „Flake“ geht nach meinem Empfinden sehr sanft mit dem Raucher um, sofort breitet sich die Virginia-Süße von einer ausgewogenen und qualitativ hochwertigen Pflanze an Zunge und Gaumen aus. Schnell wird klar, dass dieser Flake, auch wenn er sicherlich der naturnahen Richtung angehört, in der süßen Ecke angesiedelt ist. Okay, da ist in Sachen Süße noch Luft nach „oben“. Schildes „N° 4“ legt da beispielsweise noch eine Portion oben drauf, dafür wartet der Dunhill „Flake“ mit einer sehr gut abgestimmten Würze auf. Und diese Kombination ist wunderbar, kann man nicht anders beschreiben!

Ich gebe es zu: Ich habe ein paar Füllungen gebraucht, bis mich dieser Flake so zu überzeugen wusste. Um so nachhaltiger und imposanter ist das mittelkräftige Geschmackserlebnis inzwischen. Sehr schmeichelnd und ausgeglichen, wirklich hervorragend. Von Raumnote brauchen wir hier nicht sprechen, ist halt naturnah. Hellgraue Asche und wenig Kondensat. Ein Flake, der durchaus sein Geld wert ist!

Autor: Ralf Ruhenstroth

Dienstag, 24. Juli 2012

Tabak: Merkers Mischung #53

Keine Lust auf Perique, keine Lust auf Kentucky, keine Lust auf Vanille, Karamell oder Rum? Soll`s ein Flake sein, der einfach "nur" Virginia ist? Ohne Brimborium und tralala?

Na, dann empfehle ich den hier!


Drei verschiedene Virginias, die Zusammenhalt demonstrieren. Dieser sehr naturnahe Flake, den Lutz Merker für seine "Sächsische Pfeifenstube" in Leipzig von Kohlhase & Kopp fertigen lässt, kommt im ganzen Strang. Anfang suchen, vorsichtig ziehen, schon schlängelt er sich appetitlich blond bis braun aus der Dose.


Der Duft? Heu... mehr ist nicht. Mehr muss aber auch in diesem Fall nicht. ...und genauso weich und samtig wie er sich anfasst, schmeckt er dann auch. Das Knicken und Falten ist problemlos (er schmeckt in dieser Form intensiver und geschlossener, als aufgerieben), das Anzünden ebenso. Was sich auf der Zunge breit macht, ist ehrliches, fein-süßes Virginia-Aroma.

Ruhig geraucht entfaltet der 53er all die wunderbaren Nuancen, die Fans solcher Virginia-Flakes so lieben! Süss, sanft, vollmundig-Klasse! Ein "naturreines" Erlebnis? Nun, wir wissen, dass es (zum Glück?) diese Tabake nicht gibt. Doch, Merkers „53“er kommt der Sache sehr nahe - noch dazu mit einem durchaus angenehmen Raumaroma.

Ganz feines Kraut...DANKE, lieber Uwe!


Autor: Ralf Dings

Samstag, 21. Juli 2012

Tabak: Vooroogst

Dies ist ein besonderer Tabak !

Ja, ich weiß, diese Phrase ist in den letzten Jahren (zu) häufig bemüht worden. Gerade von DEN Produzenten, deren "sagenhafte Tabak-Neuschöpfungen" genau DAS nicht sind - besonders eben.


Die holländischen Mischungen sind quasi ausgestorben - zusammen mit ihren Rauchern. Noch vor einer Pfeifenraucher-Generation gehörten Java-Melangen zum selbstverständlichen und gern gerauchten Tabakangebot in diesem Land. Der „Vooroogst“ ist also ein Dinosaurier... aber, durchaus einer mit Daseinsberechtigung!


Ungewohnt schon sein Erscheinungsbild. Java-und Burley-Tabake in eher feiner Schnittform, seine braun-grünliche Färbung lässt an Orient denken und sein recht trockener "Griff" legt die Vermutung nahe, die Dose habe "Luft gezogen". Ist aber nicht so. Man tut gut daran, der Empfehlung zu folgen, diesen Tabak in etwas trockenerem Zustand zu genießen.

Der Duft suggeriert Schokolade pur... und doch ist er laut Herstellerangabe (Planta) völlig frei von zugesetzten Aromen. Alles anders, also? Naja... schon... irgendwie. Diese Melange liebt große Köpfe - Giants vor!

Was sich dann beim Rauchen entwickelt, ist ein samtig-feines, mild-süßes Aroma, welches mich unweigerlich an Sumatra-Zigarren denken lässt. Schön ruhig und langsam rauchen, dann behält er diesen eigenen Charakter über die ganze Füllung. Sanft, ohne Schwere, mit einem Strauss feinnerviger Aromen. Ein Genuss... aber sicher nichts für alle Geschmäcker.

Das Vergnügen ist allerdings relativ kurz. Trotz großem Kopf und ruhiger Rauchweise bleibt schon nach rund einer Stunde nur ein wenig staubfeine Asche übrig – schade! Auf jeden Fall einen Versuch wert, der "Vooroogst"... aber vielleicht lieber draußen... auch das Raumaroma wirkt recht "zigarrig".

Hier ist ein Tabak, der WIRKLICH besonders ist... und so ganz anders. Ich mag ihn!


Autor: Ralf Dings

Donnerstag, 19. Juli 2012

Sind € 200,- nichts??

Versuchen Sie sich doch bitte mal vorzustellen, wie lange Sie für 200 € netto arbeiten müssen. Und? Ganz ordentlich, was da an Arbeit, Zeit und Verantwortung zusammen kommt, bis diese Summe unterm Strich steht, oder?

Wieso geben einem einige deutsche Pfeifenmacher (darunter auch etliche Nachwuchs-Bauer) dann das Gefühl, diese Summe sei nur ein Taschengeld? Da werden einem, mit sicherem Lächeln, Summen von 300, 500, 600 € um die Ohren gehauen... mit der arroganten Gewissheit, dass wir das schon schlucken. Tun wir das?... und, wenn ja, warum?

Verstehen wir uns nicht falsch. Ich will Freehands nicht über den Preis definieren- , das ist sicher der falsche Weg. Jedem muss freigestellt bleiben, was ihm erstklassigste Materialien, perfekte Verarbeitung und... ja, auch der "richtige" Stempel wert sind.

Ziehen wir aber mal "Image" und aufgeplusterte Show ab, verbleibt der Pfeifenbau als Handwerk. Wenn ich vom Kunst- oder Goldschmied etwas anfertigen lasse, erwarte ich auch eine Aufstellung der Materialien, einen Nachweis der Kosten, die ich dann kritisch überprüfe... oder zumindest plausible Erklärungen zum Preis!

Warum sind wir als Pfeifenraucher dann so anders ?

Da bekommen wir das Argument geliefert, dass unter einer "bestimmten" Summe (nehmen wir ruhig die 200 €) gute Qualität gar nicht möglich ist. Eine freie Erfindung... wie die Bilder dieses Artikels beweisen. KEINE dieser Pfeifen hat diese Preisgrenze überschritten.... und alle sind hervorragende „Werkzeuge“ mit Stil und Schönheit... von wirklich guten Machern!

Oftmals ist es einfach so, dass nach der Devise gehandelt wird: "Verlange soviel du willst - irgendein Depp wird es schon zahlen!"... und oft klappt es auch. Da teilt ein Nachwuchsmann im Brustton der Überzeugung mit: "Tja, ICH könnte mir meine Pfeifen auch nicht leisten!"; da raunzt ein Etablierter: "Na und? Wenn die Deutschen sich meine Pfeifen nicht leisten können, dann kaufen die Japaner eben die Dinger!"

Da werden hinter den Kulissen die Preise künstlich hochgeschraubt und -gehalten und wer ausschert, einfach zu bezahlbareren Preisen anbieten möchte, wird gemobbt und von der "Gemeinschaft" unter Druck gesetzt. ...und wir sollen diese Arroganz abnicken, dieses "Sektengehabe" lächelnd tolerieren? Wohlgemerkt, hier ist von Pfeifenmachern die Rede, bei denen ich auch DIREKT kaufen kann.

Einige Händler haben bereits zu spüren bekommen, dass ihre künstlich aufgeblasenen Mondpreise nicht mehr einfach nur geschluckt werden... wie das kürzliche Desaster eines bayerischen Händlers beweist, der die „Kunstwerke“ eines deutschen Machers letztlich "rausramschen" musste, um sie überhaupt an Frau und Mann zu bringen.

Nein, ich will keine "Revolution". Ich möchte nur dazu auffordern, kritischer zu sein, das "Preis-Leistungs-Verhältnis" nicht aus den Augen zu verlieren... auch und gerade, weil Pfeife Leidenschaft ist. Leidenschaft, die sich auch Normalverdiener noch leisten können sollten!

Nicht vergessen: WIR, als Kunden, machen letztlich die Preise! ...und wir arbeiten zunehmend nicht gerade weniger für unser Geld.

Reinhart Wolter

Reinhart Wolter

Volker Bier

Volker Bier

Maike Paeßens

Peter Lehmann

Claas Roßmann

Tommi Teichmann

Jürgen Börner





Autor: Ralf Dings

Mittwoch, 18. Juli 2012

G.L. Pease - Triple Play

Ähnlich seinem älteren „Bruder“, dem JackKnife Plug“, ist der „Triple Play“ von G.L. Pease ebenso ein echter „Männertabak“. Dieselbe Grundmischung, Virginias und Kentuckys in nicht geringen Mengen, allerdings mit einer Portion Perique. Diese kribbelt beim sog. Nosing schon in der Nase und macht lt. Hersteller aus diesem Tabak das, was der „JackKnife Plug“ hätte sein können oder werden sollen. 


Ein wirklich dunkler Tabakblock muss hier erst rauchfertig geschnitten werden. Das macht einem Plug-Fan Spaß, weiß er doch um diese Spezialität und welche Geheimnisse das Kraut in sich tragen kann, wenn es noch nicht zu früh vor dem Rauchgenuss an die Luft gelassen wird. Das geht mit dem „Triple Play“ auch gewohnt einfach, sanft lässt man die kleinen Cubes in den Kopf rieseln. Auch das Anzünden stellt überhaupt keine Probleme dar.

Doch dann geht es wieder los. Diese erdige Tabakechtheit, diese voluminöse Stärke, die eher zurückhaltende Süße des Virginias. Der Perique schafft allerdings wirklich eine Veränderung. Er macht den Plug runder und auch süffiger, somit für den gemeinen Virgina-Freak etwas leichter bekömmlich und nachvollziehbarer. Jetzt ahnt man viel mehr, welche Spezialität hier vor einem liegt, bzw. sich im Kopf befindet und gemütlich glimmt. Nehmt einen kleinen Kopf, sonst wird es schnell zu viel!

Es dürfte sehr schnell klar sein: Hier ist ein gehöriges Maß an Nikotin im Spiel. Es ist ebenfalls ein Tabak für die Nische, was nicht nur daraus resultiert, weil es sich um einen Plug handelt. Sondern hier sind die ganz besonderen Liebhaber gefragt, die, die auf „starker Tobak“ stehen. Der hinzugefügte Perique macht den „Triple Play“ zugänglicher als der, für meine Begriffe doch eher brachiale „JackKnife Plug“. Besondere Güte aus den USA ja, aber nur für Spezialisten! Check it out!


Autor: Ralf Ruhenstroth

HU-Tobacco - Directors Cut

Der „Directors Cut“ von HU ist eine Mischung aus Virginia, Perique und Burley. Hoch interessant ist dabei, dass man in dem Loose Cut noch eine Menge an kleinen Curlys findet, die in der Tat an die „Three Nuns“ von Bell erinnern (ein ähnliches Tabakbild liefert der „Chateau Henri #13 von Peter Heinrichs). Der Geruch des Tabaks lässt auf eine naturnahe Mischung schließen.


Und so ist es auch. Sorgfältig gestopft bemerkt man beim Anzünden einen erdigen Grundton, tabakecht, vor allen Dingen rund. Eine dezente Süße und eine auffällige und interessante Spritzigkeit. Das wird vom Perique kommen!

Die fire-cured Virginias verursachen auch Stärke, der „Directors Cut“ ist kein laues Lüftchen. Er wirkt zwischendrin sogar leicht fruity, aber auch würzig. Später gewinnen die Virginias mit ihrer Süße die Oberhand, eindeutig. Der Perique wurde gut dosiert, er wird nicht aufdringlich oder gar unangenehm.

Sicherlich hat HU hier einen beachtenswerten Tabak im Angebot. Auch wenn der Vergleich mit den „Three Nuns“ eigentlich nur optisch treffend ist, so ist er auf jeden Fall dazu geeignet, sich an deftige Mischungen wie vom Schlage Bell heran zu tasten. Er ist ehrlich, vielleicht ein wenig aromatisiert, raucht sich bis zum Ende stimmig und hinterlässt somit einen guten Eindruck. Nicht unbedingt ein Abräumer, dafür fehlt ihm meines Erachtens das Besondere, aber grundsolide und auf alle Fälle einen Versuch wert!


Autor: Ralf Ruhenstroth

Dienstag, 17. Juli 2012

Charles Fairmorn - Sundowner Rhodesian Mixture

Der nächste Tabak den ich mir aus purer Neugierde mitbestellt habe ist der „Sundowner Rhodesian Mixture“.

Leider wird auf der Seite des Händlers aber auch absolut gar nichts über die verwendeten Tabake gesagt – aber bei einem Preis von 5,85 Euro für eine 50 g-Dose kann man ja relativ wenig falsch machen.

Als der Tabak dann ankam habe ich erst einmal etwas komisch aus der Wäsche geschaut – ich kenne die 50 g-Dosen eigentlich nur in Blech und nicht in Pappe, aber was solls Immer noch besser wie ein Pouch!


Leider steht auch auf der Dose absolut nicht drauf, was für Tabak da verwendet wird. Also Dose auf, Rüssel rein und genauso schlau wie vorher sein. Da könnte Virginia drin sein, eventuell etwas Black Cavendish und rieche ich da einen Hauch Latakia?

Also ab in die Pfeife und… Enttäuschung macht sich breit! Sowas von flach! Geht ja mal gar nicht!

Das war dann der Moment wo ich Google angeworfen habe und nach einer halben Stunde auch herausgefunden hatte, was genau in dem „Sundowner“ nun drin ist:

5 parts Bright Virginia 1 part Black Cavendish 3 parts Latakia 2 parts specially matured tobacco

Also fünf Teile heller Virgina, ein Teil Black Cavendish, drei Teile Latakia und drei Teile “irgendwas”.

Ganz so schlecht ist meine Nase also wohl doch nicht, nur schade, dass der „Sundowner“ so eine Flachpfeife ist, oder?


Aber geben wir dem „Sundowner“ noch eine Chance, aber diesmal in meiner geliebten Machiavelli Astoria! Eventuell braucht der Tabak nur einen größeren Kopf? Halleluja! Ist das überhaupt der gleiche Tabak? Der schmeckt ja einfach nur genial!

Fazit:

Dieser Tabak braucht einen wirklich GROSSEN Kopf (Ja, einen fett- und großgeschriebenen großen Kopf!) – in kleinen und mittleren Köpfen geht er einfach nur unter und ist flacher als flach! In einem großen Kopf hingegen ist er vom ersten bis fast zum letzten Zug das reinste Rauchvergnügen und bei einem Preis von 5,85 Euro für 50 g ein absoluter All-Day-Smoker!


Autor: Sascha Kraeling

Tabak: Superior - Anden Gold

Auch wenn ich eher der “englische Patient” bin, so weiß mich ein guter Virginia doch zu begeistern. Zudem bin ich chronisch neugierig – wie wohl fast alle Pfeifenraucher – also habe ich neulich bei der üblichen Bestellung bei meinem Tabakdealer auch mal wieder ein paar neue Tabake mitbestellt, unter anderem den Superior „Anden Gold“.


Laut Herstellerangabe handelt es sich um südamerikanische Virginia-Tabake, veredelt mit Orient der klassischen Anbaugebiete. Traditionell aufbereitet – und zumindest den Virginia schmeckt man auch deutlich heraus (so soll es ja auch sein…), die Orient-Tabake weniger.

Mit 8,70 Euro für eine 50g-Dose liegt der „Anden Gold“ auf jeden Fall im preislichen Mittelfeld, das Schnittbild hat zwar fast schon Zigarettenniveau, ist aber noch gut stopf- und rauchbar.

Der „Anden Gold“ ist von der Feuchtigkeit her “gerade richtig”, scheint aber eine Tendenz zum austrocknen zu haben, was schade ist – aber da weiß man sich ja zu helfen!
Tatsächlich lässt sich der „Anden Gold“ hervorragend in jeder Kopfgröße unterbringen und auch rauchen – der typische Virginia-Geschmack bleibt dabei bis zum Schluss erhalten.

Fazit:

Ein guter Virginia zu einem akzeptablen Preis, der vollen Rauchgenuss vom ersten bis zum letzten Zug bietet. Man muss auf Grund des feinen Schnittbildes nur aufpassen, dass er nicht austrocknet. Ich empfehle auf jeden Fall ihn umzufüllen und einen Humidrol zu benutzen!

Autor: Sascha Kraeling 

Anmerkung Jogi: Der Hersteller ist übrigens die Firma Planta

Svendborg - Extra







Autor: Dieter Niermann

Sonntag, 15. Juli 2012

Tabak: Robert McConnell - Scottish Flake

Kentucky-Fan zu sein, ist für mich nicht leicht. Ich liebe die kräftige, leicht pfeffrige Note, die er z.B., in Flakes zaubern kann. Doch, bei Lakelandern, wie dem "Bracken" von S.Gawith und bei Brocken wie dem "Irish Flake" von Peterson (K&K) wird es mir schnell des Guten zu viel. Mein Magen rebelliert - egal, wie vorsichtig ich diese Tabake rauche.


Mit dem McConnell "Scottish Flake" bin ich endlich glücklich... auch, wenn ich zunächst sehr skeptisch war, als Roland Zander ihn mir empfahl. Beim Öffnen der Dose überrascht der Tabak mit einer zarten Blättrigkeit und sehr dünnen Scheiben. Grobmotoriker sollten vorsichtig zu Werke gehen, wollen sie ihn knicken und falten.


Den sanften Duft nach Essig verdankt er dem in eher homöopatischen Mengen zugesetzten Perique. Er dient, ähnlich wie die eingebrachten Minimalmengen an Turkish-und Havanna-Leaf, der Abrundung, der Würzung. ...und die ist gelungen. Weiche, reife Virginias bringen die feine Süße, der Kentucky das Herzhafte, den Pfeffer in die Mischung. Delikat, aber nicht hart, duftig-würzig, reif...aber nicht zu stark. Etwas geschlossen-kräftiger, wenn man ihn mit "Knick-Falt" in die Pfeife bringt, etwas milder, feiner, wenn man ihn aufreibt.

In jedem Fall aber eine runde, leckere Sache, dieser Flake. Dabei sanft genug, um selbst MEINEN Magen nicht zu überfordern. Das Raumaroma bleibt akzeptabel, er liegt aber länger in der Luft... und das mit der Zeit recht schwer. Da er ein gutes Glimmverhalten an den Tag legt, nicht beißt, nicht überfordert, würde ich ihn auch Rauchern empfehlen, die noch nicht so lange die Flakes erkunden.

Wieder ein guter Wurf von Kohlhase und Kopp! Einer meiner Stammtabake!

Autor: Ralf Dings

Pfeifenmacher: Poul Winsløw (Freehands)

Poul Winslow kam in seiner Lehrzeit als Chemigraf um 1968 zur Pfeife. Da ihn von Anfang an Freehand-Pfeifen begeisterten, bewarb er sich 1969 bei der Pfeifenmanufaktur Preben Holm. Seine Designvorstellungen setzten sich alsbald durch,  schon nach einem Jahr wurde Poul die rechte Hand von Preben Holm. 

Im Jahr 1985 machte sich Winslow selbstständig, bis in die 90er-Jahre fertigte er ca. 450 Pfeifen p.a., welche er meist mit 9mm Filterbohrung nach Deutschland verkaufte.

aktuelles Modell mit Kunststoff-/Holz-/Silberapplikationen

Ab 1987 arbeitete Winslow mit Stanwell zusammen, für die er Einzelstücke aus Serien individuell bearbeitet und beizt. Diese Pfeifen tragen das Stanwell-Logo und einen kleinen Stempel: Poul Winslow. 
Bei Vorführungen stempelt Poul auch zusätzlich die Initialien des neuen Besitzers ein, der sich vorher das Endfinish, das Poul in seinem Beisein fertigt, aussuchen konnte.

Eine Stanwell-Winslow

Seit ca. 1995 arbeiten Poul Winslow zwei weitere Pfeifenmacher zu, wie der Däne Jan Higner, und die Jahresproduktion ist von 900 Pfeifen auf aktuell ca. 3000 Pfeifen pro Jahr gestiegen. Poul selbst hat sich in dieser Manufaktur-Arbeitsweise auf das Endfinish spezialisiert.

ohne Filter, solche kleineren Pfeifen bleiben meist in Dänemark..

Eine Zeit lang arbeitete Winslow auch mit Dunhill zusammen, er entwarf das "Handmade-Pendant" zu den Dunhill-Jahrespfeifen. 

Winslow war und ist vom Design her Trendsetter. Seine ersten Modelle waren noch recht dezent, mit akzentuiert gesetzten Applikationen, danach wandelte er zu Pfeifen mit quietschbunten Mundstücken,  zur Zeit sind gewellte Silberbeschläge und farbige Zwischenringe sein Erkennungszeichen.

Pfeife zur Bundesgartenschau 2011 in Koblenz

Winslow fertigt dänische Freehands in Manufaktur-Arbeitsteilung (wie andere, z.B. zeitweise K. Nielsen oder die Italiener auch), durch einen regen Vertrieb sehr verbreitet am Markt und in "fast jedem Bahnhofskiosk" erhätlich.

Hin und wieder passieren kleine "Nachlässigkeiten" wie Einrauchpaste, welche die Bohrung verstopft oder Einbrand am Zugloch, die aber kulant beseitigt oder ersetzt werden.

Keine raren Spitzenfreehands, aber gute bis sehr gute Designer-Pfeifen zu sehr günstigen Preisen (z.B. für die Crown Modelle).  

Modell zum 50. Geburtstag Winslows 2002

Markierungen:
Mundstück: 2 Silberpunkte (seit ca. 1990), handgeschnitten und meist aus Acryl, für Deutschland mit Filterbohrung.

Am Holm:
Qualitätstufe, Handcut in Denmark, bis ca. 1990 ovaler Stempel mit "Poul Winslow", seit ca. 1990 Stempel "Poul Winslow" mit stilisierter Pfeif.

Als Zweitmarke verwendet Winslow die Marke "Crown" für handgefertigte Modelle mit kleineren optischen Fehlern, welche nicht Winslows Qualitätskriterien genügen. Für Einsteiger sicher ein Tipp, günstig an eine Freehand zu kommen. Die Mundstücke sind meist aus industriell vorgefertigten Preßlingen, dennoch in akzeptabeler Qualität. 


Eine Crown
Eine Private Collection

eine OFi-Bambus Pfeife

Markierungen:

Weiße Krone auf dem Mundstück, "Crown" + "Handmade" auf dem Holm


Autor: Manfred Arenz

Samstag, 14. Juli 2012

Pfeifenmacher: Caminetto & Ascorti (Freehands)

Ascorti ist eine gleichberechtigte Schwester-Marke mit Caminetto. Beide Marken werden von Roberto Ascorti mit einem kleinen Team von Spezialisten für einzelne Arbeitsgänge in Handarbeit gefertigt. Der Markenname Ascorti wurde dabei früher für mehr frei gestaltete Modelle, Caminetto eher für an die Klassik angelehnte verwendet. Heute sind sich die beiden Marken ähnlicher geworden.

Gegründet wurde die Marke vom Vater Robertos, Peppino Ascorti, im Jahre 1968. Dieser arbeitete zuerst bei Castello, bevor er sich wie Radice selbstständig machte. Seit dem Tode Peppinos werden Ascorti und Caminetto von Roberto, zusammen mit seiner Frau und sechs weiteren Kunsthandwerkern gefertigt.

Dabei herrscht Arbeitsteilung, jeder der Mitarbeiter kann jeden Arbeitsgang ausführen und tut dies auch rollierend. Dennoch ist Roberto der Chef, seine Frau die Designerin - beide haben auch den Vertrieb und das Marketing in der Hand.

Ascorti und Caminetto sind "grundehrliche" italienische Freehands, die oft zu einem günstigen Einstiegspreis (ca. € 100;- ) zu finden sind. Die Maserungen brauchen sich nicht hinter den Dänen verstecken, die Mundstücke sind aus lichtunempfindlichen und relativ weichem Acryl und auch mit 9-mm Bohrung erhältlich. Die Formen sind nicht so "barock" und wuchtig wie viele andere ital. Pfeifen und haben schon fast einen "dänischen Einschlag".

Ital. Pfeifen sind bevorzugt in Läden eher südlich Deutschlands zu finden, Caminetto & Ascorti u.a. bei Schilde/Essen, Pipehouse (Koblenz), Huber (München) und natürlich auf ebay....

Beide Marken kann ich ohne nachzudenken empfehlen, mir ist auch noch nichts Negatives von anderen Rauchern zu Ohren gekommen....

Markierungen:
"Ascorti bzw Caminetto - Handmade - Cuccagio Italy" auf dem Holm, zusätzlich codiert: Qualität und Modellnummer.

Auf dem Mundstück: weißes A / weißer (früher goldener) "Schnurrbart"






leider nicht mehr im Programm, die "new dear" Rustizierung (wie geschmolzenes Wachs)







Die Top Qualität dieser Marke mit Spigot Silberapplikation
 

Video von der Herstellung dieser Pfeife bei Ascorti:


schwarz gebeizt (aber abgrifffest)
Autor: Manfred Arenz

Freitag, 13. Juli 2012

Deutsche Pfeifenmacher der späten 80er- bis Ende 90er-Jahre

Erst Mitte der 80er-Jahre stiegen zur "Blütezeit der Pfeife" mehr und mehr Macher aus dem Großraum Mitte (Ruhrgebiet/Rhein) und Süddeutschland dazu. (In der Schweiz und in Österreich gab es schon davor mit Peter Fischer und Peter Matzhold zwei Macher, die auch Sammler in Süddeutschland "bedienten")

Zur Jahrtausendwende und mit dem Aufkommen der Pfeifenszene im Web "explodierte" langsam die Anzahl neuer deutschen Pfeifenmacher.... 
 



Reiner Klein / Reiner Design

Reiner Klein begann das Pfeifenfertigen 1983 in Bremen, nachdem er vier Jahre zuvor zum Pfeiferauchen kam und sich immer tiefer für dieses Hobby und das Pfeifenhandwerk an sich interessierte. Nach intensiver Vorbereitung, einigen "Lehrstunden" bei Joura wagte er den Sprung ins "kalte Wasser".

Die Pfeifen dieser Anfangszeit waren meist in Orange gebeizt, anschließend geölt und gewachst. Die Modelle hatten oft gerade Holme mit Kielschliff (Holm setzt sich bis unter den Pfeifenkopf fort).

Eine Pfeife von Reiner Klein aus der Anfangszeit

Markierungen:
Die Pfeifen dieser Zeit (1983 - 1989) sind am Holm gekennzeichnet mit: "Handmade" - reiner" in Schreibschrift und der Gradierung.

Mitte 1989 tat sich Reiner Klein mit Lutz Will zusammen, einem Mitbegründer einer Bündener Tabakfabrik. Der Standort wurde nach Bünde verlegt. Reiner Klein übernahm die Fertigung, Lutz Will das Marketing und den Vertrieb. Unter dem Einfluss von Herrn Will wurden die Qualität und die Fertigungsmenge gesteigert , die Formen wurden weicher und runder, die Mundstücke in der Mehrzahl mit 9mm Bohrung gefertigt.

Das Finish wechselte zu rot-braun, statt den Mundstück-Kerben zeichnete sich der Übergang zum Holm jetzt durch Applikationen aus Hölzern, Epoxyd oder Silberringen aus.



Markierungen:
Die Stempelung am Holm: "Handcraftet" - "Reiner" in Schreibschrift (mit geschwungenem „R“ und Trademark-Zeichen) - "Pipe Design" und Gradierung.

1997 trennten sich die Wege der Beiden, Lutz Will kaufte den Markennamen "Reiner" und lässt seitdem nach eigenen Entwürfen die Pfeifen in Norddeutschland fertigen. Diese Modelle sind meist mit Silberapplikationen versehen, das Mundstück ist jetzt aus Acryl und die Färbung/Finish in schwarz, rotbraun oder naturbraun (aufsteigende Qualität) gehalten.

Lutz Will fertigt auch Tabake der "Solani" und "Reiner"-Reihe, die "Borkum Riff" sind vor Jahrzehnten ebenfalls unter seiner Regie entstanden.



Markierungen:
Die Pfeifen sind jetzt mit "Reiner Design" gestempelt, zusätzlich ist das Mundstück mit einem silbernen "R" gekennzeichnet.

Reiner Klein fertigt wieder unter seinem eigenen Namen Pfeifen zu sehr günstigen Preisen. 

 



Klaus Hahn

Klaus Hahn fertigte Anfangs seine Pfeifen aus Plateaukanteln nur nach der Maserung, aber nicht zu extrem in der Form, angelehnt an die Klassiker. Durch mehrfaches Beizen sollte die Maserung besonders betont werden.

In einer Periode Anfang der 90er verstarb sein Bruyere-Lieferant, nach einer Pause setzte er das Pfeifenmachen mit Kanteln von Danpipe fort. Seine Pfeifen sind nur in wenigen Geschäften oder auf Pfeifenmessen erhältlich und bis auf seine Anfangsmodelle relativ günstig.



Markierungen:
Gravur eines Hahns auf dem Holm 
 



Wolfgang Becker

Wolfgang Becker begann als Autodidakt, da er die Modelle von Lars Ivarsson bewunderte und selbst solche Shapes herstellen wollte. Mit selbst vor Ort ausgesuchten Plateaukanteln stellt er meist kugelige, organische und oft asymmetrische Modelle (berühmt: die „Wespe“) her, sowohl in glatter als auch in braun- oder schwarz gestrahlter Ausführung.

Als Applikationen am Holmabschluß verwendet er Horn/Buchsbaum/Elfenbein oder Bambus, jedoch keine Metalle. Die Mundstücke sind aus Ebonit und meist ohne Filter.

Die "Wespe"



Markierungen:
Kreisförmig „Wolfgang Becker“, in der Mitte das Grade auf dem Holm



Peter Klein

Peter Klein begann das Pfeifenmachen als Hobby nebenberuflich , seine ersten Modelle verkaufte er hauptsächlich bei Peter Heinrichs in Köln/Niederaussem. Seit ein paar Jahren hat er sich als Pfeifenmacher selbstständig gemacht und ist nach Dänemark gezogen.

Seine Modell- und Formpalette ist sehr umfangreich und meist an die dänischen Vorbilder angelehnt, bei günstigen Preisen.





Markierungen:
Handmade by P.Klein“ sowie Gradierung auf dem Holm



Werner Mummert

Seit 1987 fertigt Werner Mummert Pfeifen und andere Dinge (Kreisel, Griffe) aus Holz. Unter seiner Hand entstehen sowohl klassische Formen als auch skulpturartige Fantasy-Modelle z.T. mit Ständern.

Dabei nutzt er oft die Drehbank und/oder Fräsen, so dass seine Formen eher geometrisch exakt denn organisch fließend wirken.

Werner Mummert hat sich mittlerweile einen guten Ruf als Freehander vor allem in Japan und den USA geschaffen, ein Archetyp ist der sogenannte "Goldfisch" oder die „Nockenwelle“. Neben vielfältigen Applikationen an Holm oder gar am Kopf hat er z.B. auch mit Rochenhaut experimentiert.

Anfangs führte er seine (meist Acryl-) Mundstückbisse punktförmig aus, mittlerweile ist er auf den geläufigen Schlitz umgestiegen.

mit 2 Mundstücken aus Elfenbein und Acryl

Die Nockenwelle



Markierungen:
Werner Mummert“ auf dem Holm



Zarko Jovesic

Über Zarko Jovesic ist wenig zu finden - bis auf einen Artikel im Pipe-Club 01/1987.

In Serbien geboren, als Elektroschweißer beruflich tätig - später als Hobby Modell Hubschrauber-Bauer versuchte er sich Ende der 1980er auch als Pfeifenmacher. Inspiriert durch einen TV-Bericht über Joura und unter anderem angeleitet von Tom Eltang fertigte er meist Dublin-/Vulcano- und auch klassische Modelle.

Er stellte Freehands der "Maserung nach" her, oft asymmetrische Elemente am unteren Holm, meist Sattelmundstücke aus Ebonit und filterlos.

Vielversprechender Beginner in den 80ern, von dem man leider nichts mehr gehört hat...



Markierungen:
"handmade" , "J Z"und Grade unten am Holm



Jan Harry Seiffert

Jan Harry Seiffert ist sozusagen erblich vorbelastet: Sein Onkel ist Nachfahre von Kapp (& Peterson), aufgewachsen ist er als Sohn des Raucherwaren-Importeurs Seiffert.

Erste Gehversuche im Pfeifenbau unternahm Jan Harry als Pennäler bei Tao, nebenbei gewann er Erfahrungen im elterlichen Betrieb. Zuerst mit Reparaturen beschäftigt, lernte er dann das Pfeifemachen nach dem Tod des Vaters in befreundeten Betrieben wie
Tao / Svendborg, Savinelli und Peterson (er entwarf z.B. die Modelle "Hudson" und "Mycroft").

Den Durchbruch als Pfeifenmacher schaffte er 1993, seitdem gestaltet er jährlich ca. 100 Pfeifen (unterbrochen von einer Krankheit 1998 - 1999). Weiter ist er mit Pfeifen-Reparaturen und Musik beschäftigt (seine Instrumente versieht er z.B. mit Schlagbrettern und Einstellknöpfen aus Bruyere).



Markierungen:
Jan Harry-Schriftzug + Herstellungsland + "Freehand" + Grade auf dem Holm.



Rene Wähner

Rene Wähner fertigte von 1994 bis 2000 eher aus Hobby Pfeifen, welche er mehr regional und über seine Homepage verkaufte. Rene Wähner war als einer der Ersten im Web mit einer Homepage zu Pfeifen!

Seine Pfeifen fertigte er als reine Handmades, wobei er mehr Wert auf gute Raucheigenschaften denn auf hochglänzendes Finish legte. Die meisten seiner Modelle (nur ca. 100 in den 90ern) orientierten sich in der Form an der Maserung, so dass bevorzugt geschwungene straight-grain Modelle entstanden.




Markierungen:
"Wähner" halbkreisförmig auf dem Holm,darunter eine stilisierte Pfeife. 
 



Klaus-Dieter Billerbeck

Klaus-Dieter Billerbeck ist pensionierter Kriminalbeamter und als Pfeifenmacher engagierter Autodidakt, der immer wieder etwas Neues ausprobiert.

Die meisten seiner Pfeifen (alles Einzelstücke) sind auf den ersten Blick als "Billerbeck" zu erkennen, er pflegt einen eigenwilligen, rustikal-handfesten Stil. Wem dieser nicht so zu gefallen vermag, bekommt bei ihm aber auch schöne Pfeifen, die man als dänisch-konservativ oder halt "normal" bezeichnen kann.

Klaus Dieter Billerbeck liefert zu jeder Pfeife einen selbstgemachten Stopfer, der aus Bruyereholz und einer Patronenhülse besteht. Alle seine Pfeifen sind einzeln nummeriert und dokumentiert.


Eine für Billerbeck noch sehr zurückhaltende, klassische Form

Markierungen:
Billerbeck-Signum und fortlaufende Einzelnummer auf dem Holm.



Oliver (und Max) Brandt

Oliver Brand baute in seiner Jugend Pfeifen von seinem Vater um, später veränderte er großformatige italienische Pfeifen nach seinen Vorstellungen. Nach und nach wagte er sich dann auch an rohe Kanteln.

Ca. 1990 erhielt er die Restkanteln von Julian Schäfer (JULS), erweiterte seinen Maschinenpark und sattelte nach ein paar Jahren als selbstständiger Pfeifenmacher um. Ab 2000 stieg sein Sohn Max mit ein.

Die Pfeifen der Brandts sind eher großformatig und in der Form an den dänischen Shapes angelegt.


Markierungen:
Olive“ (Oliver Brandt) oder „MB“ (Max) sowie Gradierung auf dem Holm.



Heinz Nolte

Heinz Nolte begann das Pfeifenbauen als Hobby und verkaufte seine ersten Modelle bevorzugt auf Handwerkermärkten. Mit den Jahren wuchs sein Kundenkreis (vor allem in D / CH / USA) und er verkaufte auf selbst in Baden-Würthemberg organisierten Pfeifenmessen oder überregionalen Kunsthandwerkermessen.

Seine Modelle sind recht dickwandig und in der Form eigen, meist mit Filter und diversen Applikationen an Holm versehen. Nolte stellt nur glatte Pfeifen her.


Markierungen:
HN“ sowie Gradierung auf dem Holm.


 Autor: Manfred Arenz