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Samstag, 17. November 2012

Tabak: Träber - Virginia Mixture (Hausmarke)

Ich bin gemäßigt konservativ, wähle nicht die Grünen, rauche aber sehr gerne ehrliche Tabake. Es darf durchaus ohne großen Schnickschnack und dafür überschaubar sein. Nun ja, „Drei verschiedene Mischungspartien feinsüßer Virginia-Tabake werden leicht gepresst und nach ihrer Reifezeit zu einem ready rubbed aufgelockert“. Das ergibt eine reine Virginia-Mischung. Super, das wollte ich haben, als ich mir bei Tabak Träber in Münster diese Dose bestellt habe. Und nun ist das Döschen da, ich habe mehrere Füllungen davon geraucht und einen Stammtabak mehr in der Bar.


Das, was uns Kohlhase & Kopp hier für Träber gefertigt hat, lässt mich schon unmittelbar nach dem Öffnen jubeln. Virginia, überwiegend mittleres bis dunkleres Braun, helle Tabakstreifen sind deutlich in der Unterzahl. Es riecht nach Früchtebrot und Rosinen. Ich habe fast den Eindruck, dass ein klitzekleines Flavour zugefügt wurde, dabei kann ich mich aber auch täuschen. Das Ganze ist wie beschrieben ready rubbed, durchsetzt mit gerissenen Flake-Stücken.


Was ich sehr schnell für mich heraus gefunden habe, ist, dass die Mischung am besten in einem mittelgroßen Pfeifenkopf kommt. Klein geht natürlich auch, eine längere Rauchdauer ist auch hier garantiert, für die ganz Großen ist der Stoff zu mächtig. Die Flakes vor dem Einbringen in die Pfeife mit der Hand zu zerkleinern ist durchaus eine Option.

Bein Anzünden ist die „Virginia Mixture“ etwas zickig, insbesondere wenn man sich bemüht, einen gleichmäßigen Flächenbrand zu entfachen. Da dürfen es gut und gerne bis zu fünf Zündhölzer werden. Und dann wird es dezent süß, aber auch säuerlich. Die Kombination macht es aus. Sehr vollmundig und rund. Überall lauern kleine Geschmacksüberraschungen, nichts ist dröge und langweilig. Langsam rauchen, sonst wird es zunehmend heiß. Wird dies beherzigt, dann glimmt diese Mischung sehr langsam, gemütlich und gleichmäßig runter. Echter Rauchgenuss für Freunde der naturnahen Richtung. Das alles ist bodenständig, ehrlich und mittelstark. Im Kopf bleibt dann graue Asche übrig, dazu gibt es ein spürbares Raumaroma, über dass sich meine Mitbewohner mehr Gedanken machen als ich.

Große Empfehlung! Es würde mich nicht wundern, wenn es diese Mischung auch als Hausmischung in anderen Häusern gibt. Ich weiß nur noch nicht wo.


Autor: Ralf Ruhenstroth

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Moin Michael,

      da ich den HOTW ebenfalls sehr gerne rauche, gebe ich zu, dass man den Rattray's fast ebenso euphorisch beschreiben kann. Aber die beiden unterscheiden sich. Ich schicke Dir gerne eine Probe vom Träber.

      Viele Grüße,
      Jogi

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  2. Hallo Jogi,
    ich habe jetzt die zweite Dose offen, nachdem ich an der ersten ein knappes Jahr geraucht habe. Die Virginia Mixture ist ein wirklich leckerer Tabak. Der Inhalt meiner zweiten Dose ist etwas heller und riecht auch weniger süßlich. Ich öffne "zweite Dosen" immer schon, wenn die erste noch nicht ganz leer ist, um ggf. vergleichen zu können. Kann es sein, dass der Tabak in der geöffneten Dose so stark nachfermentiert? Oder sind die Chargen so unterschiedlich? Hast Du das auch schon festgestellt und kannst da was zu sagen?

    Viele Grüße
    Tobi

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