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Sonntag, 18. November 2012

Tabak: Rattray's - Hal O' The Wynd

Dieser Tabak dürfte allen wohlbekannt sein. Insofern ist es fast müßig, etwas über dieses großartige Kraut zu schreiben. Andererseits kann es nicht schaden, einen guten Tabak immer wieder aufs Neue zu loben. 
 
Als ich den „Hal o' the wynd“ das allererste mal probierte, habe ich mir notiert: "ready-rubbed-Version des Marlin Flakes". So einfach stimmt das allerdings meiner Meinung nach nicht. Denn selbst der aktuelle „Marlin Flake“ ist etwas dunkler und "brotiger" in Geruch und Geschmack. Der reviewte Tabak ist den genannten sicherlich verwandt, aber sie unterscheiden sich doch voneinander. Sie sind sicherlich Brüder; aber keine Zwillinge. 

Copyright: Ralf Ruhenstroth

Der Tabak ist in der gekauften Dose perfekt konditioniert. Die oft bemängelte überaus große Feuchte der Rattray's ist hier nicht gegeben. Der Tabak fasst sich elastisch und weich an, ohne jedoch zu kleben. So ist das Stopfen ein Kinderspiel. Das Entzünden braucht schon etwas mehr Mühe, denn der Tabak bäumt sich sehr auf und es bedarf einiger Versuche, ehe die gesamte Oberfläche glimmt. Wenn aber, dann so gleichmäßig, dass man die Pfeife auch mal 5 Minuten zur Seite legen kann, ohne dass die Glut erlischt. 
 
Im Geschmack verrät sich vom ersten bis zum letzten Zug: hier spielen die kombinierten Virginias die allererste Geige. Süffig und vollmundig präsentiert sich der Tabak. Süßlich und wenig rauchig stellt sich der Geschmack dar. Immer präsent und zum Ende hin etwas kräftiger werdend. Ich rauche den HOTW gern aus größeren Pfeifenköpfen, da die Geschmacksintensität propotional zur Rauchdauer steigt. Ergo: eine „HOTW-Pfeife“ kann nie groß genug sein!

Auch wenn ich denke, dass der Tabak sicherlich kein Einsteiger-Tabak ist, denn es braucht schon ein wenig Übung, die geschmacklichen Nuancen zu entdecken; er ist anfängerfreundlich. Wenn er mir auch ohne Filter geraucht bedeutend besser schmeckt. Ich habe das Gefühl, dass der Filter (AKF und Meerschaum) dem Tabak die Spitzen wegnimmt, die ihn aber auszeichnen. Mit Filter wirkt er eher eindimensional.

Wichtig ist auch, dass man sich bewusst bemüht, den Tabak immer sehr kühl zu rauchen. Schnelle, tiefe Züge bestraft er mit Geschmacksverlust. Da kann man sicherlich auch preiswertere Flakes rauchen. Aber kalt und langsam geraucht offenbart der HOTW eine schier unglaubliche Geschmacksfülle. 
 
Ich stopfe den Tabak nicht fest. Er braucht Luft zum Glimmen. Trotzdem genügt eine Füllung in einer mittelgroßen Pfeife für gut eine Stunde Rauchgenuss. Übrig bleibt ein wenig dunkelgraue Asche. 
 
Fazit: Liebhaber der naturbelassenen Tabake kommen an dem „Hal o' the wynd“ nicht vorbei. Das ist einer der ganz Großen aus dieser Richtung. Und neben dem „Marlin Flake“ einer, der immer wieder meinen Weg kreuzen wird. In meiner persönlichen Bewertungsliste bekommt er ein "Sehr empfehlenswert".


Autor: Nic Frank
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1 Kommentar:

  1. Man mag es kaum glauben, aber der McConnell (früher Ashton) Black Parrot ist nochmal voller und süffiger. Leider auch 5 DM teurer, mit 20,60 € zu 18,10 €.

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