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Donnerstag, 15. November 2012

DTM - Liberty

Ich habe einen aro­ma­ti­sier­ten Engländer erwar­tet. Und einen „engli­schi­sier­ten“ Aromaten bekom­men. Doch nichts­des­to­trotz fängt der Tabak lang­sam an, sich in mei­nen Pfeifen wohl­zu­füh­len.


Eine Mixture aus­ge­sucht gold­brau­ner Virginia-Sorten und je einer klei­nen Portion Kentucky und Dark Fired Virginia. Die Zugabe eines inter­es­sant gefla­vour­ten Ready Rubbed Virginia Flakes ver­leiht ihr ein sehr anspre­chen­des Aroma. Ihre dezente Würze erhält sie von einer klei­nen Prise Latakia, des­sen rau­chige Note jedoch nie in den Vordergrund drängt.“

So klingt der Werbetext von DTM/Dan Pipe. Und ich hänge mich jetzt mal aus dem Fenster und sage, dass der beige­fügte (und sehr domi­nante) gefla­vourte Flake der von mir hoch­ge­schätzte „Formers Flake“ ist. Oder doch zumin­dest ein sehr enger Verwandter. Denn das Aroma kenne ich. Es ist aller­dings kurz nach dem Öff­nen sehr domi­nant; zu domi­nant sogar. Das ganze Zimmer riecht danach. Auch bei den ers­ten Füllungen ist kaum etwas anders als die­ses flo­rale Aroma zu ver­neh­men. Das gibt sich aber zum Glück nach einer Weile und dann… dann fängst der Tabak rich­tig an zu schme­cken.

Langsam und kühl geraucht kann man dann näm­lich sogar den rauchig-würzigen Latakia erschme­cken. Eine wun­der­bare Zugabe zu dem kräf­ti­gen Aroma und den erfreu­lich kräf­ti­gen Virginias – ich denke, der Kentucky wird den ange­neh­men „Krawumm“ hinzu tun.

Man sollte dem „Liberty“ weit gebohrte, nicht zu tiefe Pfeifen gön­nen. Mir hat er am bes­ten aus rela­tiv klei­nen, wei­ten Köpfen geschmeckt. Meerschaumpfeifen sind für ihn die erste Wahl; fragt mich nicht, wes­halb. Im Raumduft ist vom Latakia nichts zu erah­nen; hier domi­niert die fruch­tige Note sehr. Er wurde nicht nur von mir als ange­nehm emp­fun­den.

Alles in Allem: Sicher­lich kein Tabak, den ich immer rau­chen möchte, dazu ist mir die Aromatisierung zu stark. Aber für die süßen Nachmittagsstunden, wenn es drau­ßen lang­sam dun­kel wird und der Regen an die Fenster klatscht; man drin­nen sitzt mit 'ner Tasse Tee und Chopin im CD-Player… dann ist es genau der rich­tige Tabak. Dann darf es kein ande­rer sein.

Den Lauenburgern ist hier auf jeden Fall etwas Gutes gelun­gen: Die Verbindung eines Hocharomaten mit der Würze eines guten Engländers. Er ist am ehes­ten noch mit dem „Black Velvet“ zu ver­glei­chen. Wobei jener eher ein Engländer mit Aroma ist.


Autor: Nic Frank
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