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Donnerstag, 8. November 2012

DTM - Elwood of London "Blend Number 1"

Wenn ich einen aromatisierten Tabak mag, dann sollte das von Aromatenfans wahrscheinlich eher als Warnung verstanden werden. Für meinen Geschmack bleibt das zwar immer noch eine Empfehlung, und letzten Endes bleibt es selbstverständlich immer noch reine Geschmackssache, aber es ist nun mal auch wie mit einem guten Whisky. Für den einen der Hammer, für den anderen flach und muffig.

Nach einigen Füllungen Elwood „Blend Number 1“ von DTM, neu in der Saison 2012-2013, bin ich bei bisher drei negativen Kurzstatements, die mich zu diesem Tabak erreicht haben, sehr überrascht. Zu flach, so der Grundtenor. Okay, ich habe neulich Rattray's „Charles Mixture“ genossen, das war in Sachen Aroma eine ganz andere Hausnummer. Aber das Zeug war, obwohl sehr bekömmlich, so pappsüß, dass ich mehr als eine Pfeife davon in der Woche nicht rauchen kann. Dies mal als Hinweis für denjenigen, der sich vom „Elwood #1“ einen knackigen Aromaten mit Pistazien-Nougat-Aroma verspricht.

Der Reihe nach: Dose öffnen und sich von einem deutlichen, cremigen Aroma verwöhnen lassen. Wenn man denn drauf steht. Das Tabakbild ist schön, zwar fast schwarz wie die Nacht, aber die hellen Broadcut Virginias heben alles optisch nach oben. Die Mischung befindet sich in einem tadellosen und rauchfertigen Zustand. Das Anzünden geht perfekt von der Hand.


Und jetzt? Das Ganze ist sehr lieblich und kommt an meinem Gaumen sehr rund an. Genau wie beim „Elwood #2“ findet man beim Rauchgenuss ein wesentlich schwächeres Aroma vor, als die Duftprobe vermuten ließ. Ich fürchte, dass genau das der Grund dafür ist, dass ich diesem Elwood ebenfalls sehr positiv gegenüber stehe. Das ist wahrlich kein Aromat von der Stange. Ganz im Gegenteil: Ich bin der Überzeugung, dass sich der Tabakmeister wirklich etwas dabei gedacht hat. Andernfalls wäre dieser Tabak auf dem Markt so überflüssig wie ein oberbayerischer Weiberkropf gewesen. Soll heißen: Diesen „Elwood #1“, nur mit mehr an dominierenden Aroma, davon gibt es bereits sehr viele. Den hätte man wirklich nicht gebraucht.

Nichts ist chemisch, steckt Euch mal zum Vergleich einen Bellini an, dann weiß man, was ich meine. Oder hier liegt noch so eine Katastrophe namens Holger Danske „Magic Vanilla“ rum. Du meine Güte, wer das raucht, der frisst auch kleine Kinder. Und ganz klar: Für Liebhaber solcher Tabake ist der „Elwood #1“ gar nichts. Das ist auch gut so, denn dann bleibt mehr für mich übrig.

Von der Stärke her eher leicht bis max. mittelstark macht sich im Raum ein betörender Duft breit. Meine Frau fragt nur selten nach, was ich denn gerade Gutes in der Pfeife habe. Die Pfeife schmeckt bis zum Ende durch, und deswegen ist der „Elwood #1“ mein diesjähriger Weihnachtstabak. Ich esse nämlich für mein Leben gerne Pistazien und auch Nougat, glaube aber, dass der "Elwood #1" für die Figur besser ist. Und da muss man in meinem Alter auch schon mal drauf achten!


Autor: Ralf Ruhenstroth

Kommentare:

  1. Diesen Vanilla Magic von Holger Dansk hatte ich als Probetüte vom Tabakhändler erhalten als ich wiedermal meine Pfeifenreiniger aufstockte... Ich stimm Dir voll und ganz zu! Es sollte ein Gesetz gegen solche Tabake geben! Mehr als eine Pfeife - und dann noch nicht mal ganz wenn Erinnerung nicht täuscht - hab ich nicht geschafft. Dann lieber Planta's Black Vanilla - auch ziemlich stark aromatisiert, aber schmeckt und riecht nicht so chemisch-künstlich, und irgendwie auch ekelig.

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    1. obwohl der "Black Vanilla" irgendwie auch eine Katastophe ist :-)

      Viele Grüße,
      Jogi

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