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Mittwoch, 14. November 2012

DTM - Elwood of London - Blend Number 3

Wer beim „Elwood N° 3“ mit einem deftigen Landtabak nach englischer Gutsherrenart rechnet, wird enttäuscht sein. Statt rustikaler Holzbank und Tweed-Sakko findet man hier eher Ledersessel und Clubjacke - und das ist gut so! Endlich mal wieder eine englische Mischung, in der der Latakia nicht Selbstzweck ist, sondern Würzmittel... was ja seiner ursprünglichen Bestimmung entspricht.

Copyright: Ralf Ruhenstroth

Sehr appetitliches Tabakbild, mit eher grob flockigen Virginias und zum Teil recht groben Stücken eines Virgina-Latakia-Flakes. Diese Stücke sollte man sich vor dem Stopfen ein wenig klein bröseln. Stopf- und Glimmverhalten sind gut und stellen auch weniger erfahrene Raucher nicht vor unlösbare Rätsel.

Der erste Eindruck ist ungewöhnlich. Charakterstarke Virginia-Aromen mischen sich mit Latakia-Hintergrund und feiner Süße aus dezentem Casing. Man findet recht rasch Geschmack an dieser Kombination und auch, wenn die jeweiligen Komponenten gelegentlich wechselweise in den Vordergrund treten, bleibt die ganze Füllung harmonisch und sehr fein durchkomponiert.

Diese Mischung ist elegant, bietet soviel mehr als Pferdestall und Räucherschinken.. .und zeigt, wie pikant Latakia sein kann, wenn er nicht mit der Bauschaufel zugemischt wurde. Sie bleibt, ruhig geraucht, stets mild... ist aber trotzdem gehaltvoll. Durchaus auch einen Versuch für Einsteiger ins Thema "englische Mischungen" wert... wobei man auch dieses Raumaroma mögen muss!

Ein feiner Wurf ist DTM da gelungen. Stünde "Dunhill" drauf, würden die Fans Fackelzüge durch die Gemeinden abhalten. So bleibt zu hoffen, dass ihn genügend "England-Fans" wahrnehmen und ihm die verdiente Chance geben! Very british, indeed!


Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Einerseits: Danke für dein Review, lieber Ralf !

    Andererseits: *Seufz*, jetzt wird meine DTM Einkaufsliste noch länger ;-)

    Beste Grüße

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  2. Für mich bleibt er jedenfalls dringend in der Tabak-Bar ^_^

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  3. Guter Tipp, ich bin gerade auf der Suche nach einer gemäßigten Latakia-Mischung.

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  4. Kein guter, sondern ein hervorragender Tipp! Dem Elwood No 3 gelingt, was lange etablierte Versuche wie John Aylesburys "Finest British" nicht schaffen: die Vereinigung von Virginia mit Latakia, ohne dass entweder der eine den anderen auffrisst oder Langeweile übrigbleibt. "Ralf Dings" drückt das excellent aus mit der einschränkenden Bewertung, dass in der Komposition "die jeweiligen Komponenten gelegentlich wechselweise in den Vordergrund treten". Und dazu ein Super-Preis!

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