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Sonntag, 4. November 2012

DTM - Elwood of London "Flake Number 2"

Neu im Programm für das Jahr 2013 bei Dan Pipe: Die Elwood-Serie, drei neue attraktive Mischungen als Neuauflage, nach dem Elwood seit 1992 aus Markenrechtsgründen aus den Katalogen von Dan Pipe verschwunden war. Da es nicht immer chronologisch zugehen muss, hier nun mein Eindruck vom Elwood „Flake N° 2“.


Es handelt sich um einen Presstabak, der aus vier unterschiedlichen Virginias und etwas Orienttabak besteht. Das sieht man dem Tabak direkt an. Mittelbraun, ein paar helle Punkte, und dann hätten wir noch recht dunkle Beigaben, die das Tabakbild ausmachen. Die Dose ist im übrigen zweckmäßig, in ihr liegen die rechteckigen Flakestreifen, ideal geschnitten, absolut richtige Konsistenz um direkt genossen zu werden. Der Dosenaufkleber macht neugierig, denn der vollständige Name der Serie heißt „Elwood of London“, eine klassische Bulldog ziert das Bild.

Öffnet man die Dose, dann strömt einem ein dezent fruchtiges Aroma entgegen, sehr angenehm und frisch. Lt. Herstellerbeschreibung wurde ein Feigenaroma hinzu gefügt, nicht aufdringlich wohlgemerkt. Das Ganze macht, wie zu erwarten, einen hochwertigen Eindruck. Die Flakescheiben sind recht dünn, dennoch einfach aus der Dose zu entnehmen. DTM weiß also sehr genau, woran sich Flakeliebhaber nur allzu oft stören (mein letztes schlechtes Erlebnis diesbezüglich hatte ich mit Germain's „Medium Flake“).


Ganz einfach zu handhaben reichen für den „Elwood Flake N° 2“ ein bis zwei Zündhölzer aus, und schon glimmt dieser gleichmäßig vor sich hin. Die Virginias machen sich süß am Gaumen breit, das Aroma ergänzt hervorragend und der für meine Begriffe sich im Rahmen vorhandene Nikotingehalt sorgt dafür, dass man diesen Tabak zu jeder Tageszeit genießen kann.

Noch mal zum Aroma: Dieses fruchtige Aroma ist spürbar/wahrnehmbar, so das man sich durchaus die Frage stellen kann, ob dieser Flake zu den Aromaten oder eher zu den naturnahen Tabaken gehört. Letzteres würde einer Hommage an typisch englische Tabake, wie ich den Namen der Serie an sich deute, wohl eher entsprechen. Sagen wir mal so: Ein idealer Übergang, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Es werden zwei Zielgruppen gleichzeitig angesprochen.

Vergessen wir nicht den beigefügten Orienttabak. Es bedarf selbstverständlich eines ruhigen Zugverhaltens, was allerdings gewohnte Virginia-Raucher keinesfalls vor Probleme stellen dürfte. Beherzigt man dies, so spürt man zwischen drin und vereinzelt leichte würzige Geschmacksnoten, die aber sofort wieder in dominierende Süße übergehen. Insgesamt ist das Geschmackserlebenis also rund und stimmig.

Nun steht noch die Frage im Raum, ob der Tabak durch schmeckt. Das tut er auf alle Fälle. Aber ich stelle fest, dass der „Elwood Flake N° 2“ im letzten Drittel etwas kratziger wird. Die benutzte Filterpfeife scheint mir also ideal für diesen Tabak, darüber hinaus wird es so sein, dass ein Nicht-Filter-Raucher das Casing noch deutlicher spüren wird.

Im Pfeifenkopf bleibt mittelgraue Asche übrig, der Duft ist im Raum deutlich spürbar. Feige, aber vor allen Dingen auch ätherische Öle, die vom Orient stammen könnten. Guter Tabak, den ich zumeist jedem Hocharomaten vorziehen werde, weil: Es handelt sich um einen Flake und das Aroma wurde so abgestimmt, dass sich die Virginias in ihrer Natürlichkeit mehr als behaupten können.


Autor: Ralf Ruhenstroth

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