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Samstag, 27. Oktober 2012

Mac Baren - Halberg Red Label

Das gleich vor­weg: Das ist ein Tabak, der sei­nem Hause alle Ehre macht. Obwohl der Werbespruch an „Nichtssagenhaftigkeit“ kaum noch zu über­tref­fen ist: “Die Halberg Pfeifentabake beste­chen durch ihre far­ben­frohe Mischung aus Cross Cut Virginias, kla­ren brau­nen Burleys, Black Cavendish und Flake-Stückchen. Diese beson­de­ren Blends wer­den von Hand gemischt. Halberg Red Label ist die per­fekte Harmonie aus natür­li­chen Tabakaromen und fein-süßlichen Noten.”

Ah ja! Und wie schmeckt das dann? Das steht da nicht.

Also habe ich mir eine groß­zü­gige Probe des Roten besorgt (den gel­ben habe ich wegen sei­nes künst­li­chen Vanillegeruchs erst gar nicht pro­biert) und nun bereits fünf mal geraucht. Und wie schon der Geruch unver­kenn­bar den typi­schen Mac Baren “Stallgeruch” auf­weist; so auch der Geschmack. Ich mag ja die Tabake aus dem Hause; diese typi­sche Honignote in so ziem­lich jedem der Tabake ist mir ein­fach lieb. (Nicht umsonst ist die Mixture noch immer und immer noch mein All-Time-Tabak.)

Das Tabakbild ist wirk­lich schön; ziem­lich grob zum Teil und daher vor allem für mit­tel­große bis große Pfeifenköpfe geeig­net, ver­eint es helle Virginias und dunk­le­ren Burley mit ein paar Tupfern schwar­zem BC und auf­ge­rubb­tem VA-Flake-Stücken. Der Geruch macht Appetit und vom Schnuppern bis zum Anstopfen ver­geht nicht viel Zeit. Der Tabak lässt sich trotz des gro­ben Schnitts ein­fach ent­zün­den und glimmt nach dem zwei­ten Versuch klag­los bis zu einem Häufchen Asche her­un­ter.


Doch nun zum Spannendsten: dem Geschmack. Neben dem immer prä­sen­ten, aber leich­ten Honigaroma, kommt viel Süße daher. Süße, die mich an som­mer­reife Früchte den­ken lässt mit einem Hauch Vanille – und an Traubenzuckertabletten – jeden­falls an nichts, was ich wirk­lich defi­nie­ren kann. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir das gefällt; auch wenn die Süße regel­recht auf der Zunge zu kle­ben scheint – noch Stunden nach der Füllung. (Das gibt Crossover bei der nächs­ten Pfeife – zwar nicht im Pfeifenkopf, aber im Mundraum.)

Allerdings gibt es ein klei­nes Problem mit dem Tabak: Er ist mir zu leicht. Der Grundtabak könnte etwas mehr Kraft ver­tra­gen; mit Filter geraucht hat man den Mund vol­ler süßem… Nichts. Es ist wie Zuckerwatte zu essen: voll­mun­di­ges Nichts. Ohne Filter kann ich auch noch ein wenig Tabak erschme­cken; aber was ich da rau­che… das erschme­cke ich nicht. Aber das muss auch nicht sein; denn die Tabake sind wirk­lich von hoher Qualität; wie der ganze Tabak. Von Anfang bis Ende bleibt das Aroma kon­stant; es gibt kein Sottern und Schmaddern und Filter blei­ben zwar nicht tro­cken, aber rela­tiv hell.

Fazit: Wer Süßes mag sollte zugrei­fen! Mein Händler sagte bereits, dass der Tabak gro­ßen Zuspruch fin­det und wohl in das “Normalprogramm” von Mac Baren ein­ge­hen wird. Aber die schöne Kiste ist es wert, schon jetzt mal 25 Euro für 100 Gramm Tabak aus­zu­ge­ben.


Autor: Nic Frank

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Kommentare:

  1. hallo nic,

    ich hatte ebenfalls eine großzügige probe vom "halberg rot" und kann deinem urteil was den tabak angeht, nur zustimmen. feiner tabak, leider etwas teuer, das reisst auch die nette pappkiste mit magnetverschluss nicht raus.

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  2. Hallo Nic,

    danke für das ausführliche Review. Zu den "Halbergs" findet sich anscheinend nicht viel im Netz. Momentan habe ich den Gelben in der Pfeife und bin begeistert. Für mich ist das bis dato der beste Vanille-Aromat: Angenehme Raucheigenschaften, sehr gute Tabakbasis und eine leichte, nicht zu aufdringliche Aromatisierung - kann ihn also nur empfehlen. Den Roten werde ich zu gegebener Zeit sicher auch mal probieren. Für'n Allday-Smoke wären mir aber beide eine Spur zu teuer. ;-(
    LG,
    Chris

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