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Dienstag, 2. Oktober 2012

Gauntleys of Nottingham - Rum & Honey (private blend N° 2)

Gauntleys of Nottingham... ihr habt richtig gelesen. Das ist ein Feinkostladen in den East Midlands of England, die Stadt heißt Nottingham. Neben Whisky und Zigarren gibt es dort auch ein paar „hand blended tobaccos“. Sehr feine sogar... Einer von diesen nennt sich „Rum & Honey“.


Das spricht selbstredend für einen Aromaten, aber wer die Engländer kennt, der weiß, dass der Weg zu einer sog. Aromatenbombe sehr weit sein kann, von einer Rauchpappe ganz zu schweigen. Gleich vorweg, dieser „Rum & Honey“ bietet mehr Tabakgeschmack als so mancher in unseren Gefilden angepriesene Naturbursche. Das Auge erblickt eine dunkle Mischung, ready rubbed, bestehend aus Virginias, etwas Black Cavendish und Burley-Tabaken, inkl. kleinen Curleys und Flakestückchen. Seit 2011 ist der „Rum & Honey“ erhältlich, vom Hersteller als „spiced“ beschrieben.


Der Geruch wirkt dezent süßlich... die Pfeife ist einfach zu befüllen. Ein mittelgroßer Pfeifenkopf reicht aus, denn der „Rum & Honey“ hat ordentlich Dampf. Der Nikotingehalt ist nicht zu verachten, ich schätze ein kleines Stück oberhalb der sonst so allgemein gültigen Floskel „mittelkräftig“. Im Geschmack ist dieser Gauntleys of Nottingham äußerst erdig, süßlich, vielleicht mit etwas Minze oder ähnlichem, würzig und mit einer klitzekleinen alkoholischen Note (Rum??).

Der Tabak schmeckt durch, er gibt seinen Geist wirklich erst auf, wenn sich fast nichts mehr außer Asche im Kopf befindet. Im Gesamten absolut weich und rund. Allerdings kein Aromat, wie wir ihn hier bei uns dem Namen nach erwarten würden, sondern eine Mischung mit bodenständigem Charakter. Soll heißen „mehr Tabak als Aroma“, dazu noch eine zünftige Raumnote. Wer also nach England fährt und sich in der Nähe von Gauntleys befindet, dem empfehle ich einen Abstecher dorthin. Dort gibt es etwas, was man getrost als typisch englisch (ohne Latakia) bezeichnen kann!


Autor: Ralf Ruhenstroth

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