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Dienstag, 4. September 2012

Samuel Gawith - Black Cherry

Süße, aro­ma­ti­sierte Tabake sind nicht unbe­dingt das, was ich am liebs­ten rau­che. Doch weil ein lie­ber Hamburger Freund die­sen Tabak lange zum All-Day-Smoke gemacht hat, musste ich ihn ein­fach pro­bie­ren. Ich kaufte ihn… und ver­gaß ihn fast zwei Jahre im Tabakschrank.

Nun, weder sind schwer aro­ma­ti­sierte, noch Black Cavendish-Mixturen und eigent­lich nicht ein­mal Kirsch-Aromen so mein Ding. Und der „Black Cherry“ bie­tet alles. In reins­ter Form. Das Kirscharoma ver­brei­tet sich schon im Raum, wenn ich nur die Dose öffne. Und es riecht erstaun­lich gut. Wie dicke, schwarze Knubberkirschen. Hat etwas wär­mend Sommerliches. Und das macht mir Appetit.


Der Tabak lässt sich leicht stop­fen – wobei meine Dose nicht – wie oftmals beschrie­ben – erst abtrock­nen musste. Ich fülle den tief­schwar­zen Tabak ein­fach rela­tiv lose in die Pfeife und los geht es. Zwei-, drei­mal nach zünden, zurück­leh­nen, genie­ßen.

Das Aroma ist auch im Rauch sehr stark. Und, anders als bei vie­len ande­ren „Aromabomben“ schmeckt der Tabak auch so, wie er riecht. Bis zum letz­ten Krümel. Ich finde, dass der Tabak ohne Filter um Längen bes­ser schmeckt. Filter (auch Meerschaum) neh­men ihm eini­ges an Charakter; machen den Rauch und Geschmack zwar run­der, aber auch ega­li­sier­ter. Ohne Filter kommt neben dem Aroma immer dann, wenn der Rauch küh­ler ist, der BC zu sei­nen etwas bit­te­ren Ehren.

Seltsamerweise ging mir jede Füllung in der Mitte aus. Das liegt aber ver­mut­lich daran, dass ich den Tabak immer recht lose stopfte. Das Wiederentzünden bringt erst ein­mal nur Bitterkeit, es braucht ein paar Züge, dann schmeckt der Tabak aber wie­der wie zuvor. Während des Rauchens benö­tigt der „Black Cherry“ keine beson­dere Aufmerksamkeit. Mir ist es einige male pas­siert, dass ich die Asche in der Pfeife wie­der anzün­den wollte weil die Pfeife ein­fach und still leer ge­raucht war.

Fazit: 
Wer Süßes mag, sollte den Tabak unbe­dingt ken­nen­ler­nen. Ich weiß aller­dings nicht, ob der Tabak, wie er aktu­ell zu kau­fen ist, so schmeckt, wie ich ihn beschreibe. Der oben erwähnte Freund berich­tete von gra­vie­ren­der Veränderung.


Autor: Nic Frank

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1 Kommentar:

  1. Leider hat sich der Tabak nicht wieder zurück zur Anfangsqualität bewegt.

    Das letzte Mal habe ich ihm im Sommer 2012 eine Chance gegeben, Dose im Vertrieb von Kohlhase.

    Das intensive Aroma der ersten Charge (die in D verkauft wurde, damals Import und Vertrieb Bernard)fehlt leider. Das Aroma ist schon vorhanden, aber es fehlt die Intensität.
    Und auch der Tabak selbst könnte verändert sein, ich hatte ihn dunkler in Erinnerung.

    Ein schwacher Trost: Er brennt noch immer ohne Sumpfen und Sottern zu feiner Asche.

    Wer ihn nicht von der ersten Charge (damals 11,-- €, keine Kohlkopp-Steuernummer) her kennt, wird möglicherweise nicht enttäuscht. Schlecht ist er nicht, nur schlechter als früher.
    Wer noch Dosen aus der ersten Charge irgendwo ergattern kann, sollte es tun. Oder mir mitteilen, wo es die gibt. ;-)

    Der Freund aus Hamburg

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