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Donnerstag, 12. Juli 2012

Goldgrube ebay??

Estate-Kauf ist Vertrauenssache! Vertrauen zum Verkäufer...UND Vertrauen zu sich selbst.


Das Internet hat die Einkaufsmöglichkeiten auf beinahe endlos erweitert - das ist die gute Nachricht. Virtuell ist es aber nun einmal nicht möglich, Pfeifen zu "erfassen", an ihnen zu riechen, sie x-mal zu drehen und zu wenden, um sie zu prüfen - das ist die schlechte Nachricht.

Die "Pfeifenwelt" bei ebay ist ein riskantes Pflaster. Hier wird auch Opa`s schlimmster Pfeifenknösel noch als "seltene Gelegenheit für Sammler" gepriesen, oft wird weit mehr verschwiegen, als gesagt. Die "Goldgräber-Stimmung" hält an, doch, die Zeiten der ECHTEN Schnäppchen sind auch hier weitestgehend Geschichte. Das Heer der Ahnungs- und Sorglosen wächst täglich... auf beiden Seiten!

Klar sind die Verkäufer oft die schwarzen Schafe. Doch, WIRKLICH schuldig bei einem Reinfall sind wir Käufer SELBST. Mangelnde Information und Wunschdenken sind oft Garanten für eine satte Enttäuschung. Aus meiner, persönlichen Erfahrung möchte ich hier mal ein paar Tipps geben, wie man diese Enttäuschungen vielleicht vermeiden kann:

1) KOPFSACHE: Nicht vom Fieber anstecken lassen, mit Ruhe an die Sache gehen. Selten ist eine Pfeife, ein Angebot, wirklich einmalig. Im Zweifelsfall lieber auf die nächste Chance warten.

2) INFORMATION: Auf aussagekräftige Bilder bestehen, genau hinsehen. Oft sieht man nämlich das, was man sehen möchte und nicht, was wirklich ist. Scharfe Bilder von Kopfinnenleben und -rand, Blick auf den Holmabschluss, auf Zapfen und Mundstück... wenn das nicht gegeben ist: anfordern!

Hat der Verkäufer nichts zu verstecken, kommt er der Bitte sicher gerne nach. Text lesen! Filter ja/nein, Größenangaben, Beschreibung eventueller Schäden... was dort nicht steht, unbedingt nachfragen... auch das stellt für einen seriösen Verkäufer kein Problem dar. ...und ruhig auch mal einen Blick in die Bewertungen werfen, die der Verkäufer bislang erhalten hat.

3) REALISMUS: In anderen Angeboten und abgelaufenen Auktionen nachschauen, wie das Preisgefüge der Wunschpfeife so ist... und dann unbedingt ein Limit setzen. Wer dem "Bieter-Fieber" verfällt, hat schnell 30 € mehr ausgegeben, als geplant. Der "Kater" kommt dann nach dem Zuschlag.

Bei Preisvorschlägen fair bleiben - auch der Verkäufer will etwas verdienen.

4) SELBSTEINSCHÄTZUNG: Steht im Text: "...braucht eine Aufarbeitung" ist es mit zwei Pfeifenreinigern und etwas Alkohol meist nicht getan... auch tiefe Bissspuren im Mundstück lassen sich nicht einfach weg polieren. Wer nicht das Werkzeug und die Fähigkeiten besitzt, sollte von "Restaurierungsprojekten" Abstand nehmen.

...oder auf den Kaufpreis gleich die Summe drauf rechnen, die ein Profi für die Aufarbeitung verlangt. Sonst ist das "Schnäppchen" schnell keines mehr.

5) NUMMER SICHER: Wer nicht den "Billigschnapp auf der letzten Rille" sucht, wer Risiken minimieren möchte und außerdem nach gepflegten Angeboten Ausschau hält, tut gut daran, sich auch einmal bei "Profianbietern" mit gutem Ruf umzusehen. "coljas-pipecollection", "derpfeifendoktor" und "benno2911" sind nur drei Beispiele wirklich seriöser Anbieter, bei denen man richtig gute Estates kaufen kann... und das noch zu vernünftigen Preisen.

...und sollte wirklich mal etwas nicht nach Wunsch sein, hat man HIER wenigstens noch einen, kompetenten Ansprechpartner. Der Estate-Kauf hat auch bei ebay noch immer seine Reize, wie die "Beute" auf den Bildern zeigt.

Alle Pfeife wurden für maximal ein Drittel des ehemaligen Verkaufspreises erstanden. Nur, wer "die besten Pfeifen praktisch geschenkt" sucht, wird reichlich Frust einfahren. Doch, DEN ist er dann auch selber schuld!

VAUEN Sephion

Peterson Gold Spigot + Emerald XL90 S

Stanwell Pipe of the year 2007 + Handmade Shape 80

Savinelli 315 KS + 320 Roma

Paul Winslow Grade "E"



Autor: Ralf Dings

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