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Mittwoch, 13. Juni 2012

Tabak: Roman Peter - Fox Cake

Mit dem Perique ist es bei mir immer so eine Sache. Dieser Tabak ist in der Lage, bei mir höchste Genüsse hervorzurufen, bei falscher Dosierung kann er mir allerdings auch jeden Spaß verderben. Der „Fox Cake“ von Roman Peter aus Affoltern (Schweiz) besteht aus Virginias, die angeblich aus Indien und Malawi stammen. Dazu gibt es eine Prise Perique. Für einen sog. „VAper-Enthusiasten“ also ein unbedingtes Muss, den Tabak einmal auszuprobieren.


Öffnet man den typischen Roman Peter-Beutel, dann findet man ein überwiegend gerissenes Blattgut in unterschiedlicher Länge, dazwischen liegen kleine Curlys und Flakestückchen. Der Geruch wirkt natürlich und süßlich, im Hintergrund schwebt eine dezente Würzigkeit mit. Ich habe mir zunächst unmittelbar nach dem Öffnen eine Pfeife gestopft, musste allerdings feststellen, dass die Mischung sehr feucht ist und das Rauchen so keinen Spaß macht. Ich habe den Tabak für weit über 24 Stunden an die Luft gelegt, erst dann war er bei mir wirklich richtig konditioniert. Jetzt funzt er wunderbar!


Schon beim Anzünden merkt man, dass der „Fox Cake“ durchaus etwas Power hat. Das ist kein laues Lüftchen, was sich einem offenbart. Ein größerer Pfeifenkopf sollte es meines Erachtens sein, damit sich der Tabak besser entfalten und seine geschmacklichen Stärken ausspielen kann. Eine Süße umschmeichelt Zunge und Gaumen, der Perique ruft ein Kribbeln hervor. Diese Dreingabe macht den Tabak spritzig. Aber Vorsicht: Langsam rauchen, denn sonst quittiert der „Fox Cake“ seinen Dienst. Er kann im Geschmack unangenehm werden, wo hingegen er beim gemütlichen qualmen ein Hochgenuss ist.

Im Pfeifenkopf verbleibt mittel- bis dunkelgraue Asche, Kondensatbildung ist zwar vorhanden, überschreitet aber den üblichen Rahmen nicht. Raumduft? Wie das eben so ist, wenn man naturnahe Tabake raucht, weder gut noch schlecht! Im letzten Drittel dominiert der Perique, dann wird der Tabak auch etwas stärker. Der „Fox Cake“ ist ein spezieller Vertreter von hoher Qualität, aber er will auch mit Genuss gehandhabt werden. Soll heißen: Nehme Dir ausreichend Zeit, dann hast du einen guten Tabak.

Autor: Ralf Ruhenstroth

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