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Freitag, 22. Juni 2012

Pfeifenmacher: Bang (Freehands)

Seit 1970 fertigen die heutigen Inhaber Per Hansen und Ulf Noltensmeier Freehands unter dem Namen eines ehemaligen Tabakwarenhändlers, S. Bang. Der Markenname besteht seit 1968 , Herr Bang selbst hat nie Pfeifen gefertigt. In der Anfangszeit waren u.a. auch Pfeifenmacher wie Peter Rafn, Ivan Holst Nielsen, Jan Windelov, Ph.Vigen , Ib Olson und M. Thorhauer tätig.

Richtig "in Fahrt" kam die Marke aber erst durch Hansen und Noltensmeier, die beide eine Werkstatt teilen und wie Angestellte ihre 40h-Woche runterkurbeln. Von da her werden für Freehander recht viele Pfeifen produziert, ein zusätzlich gutes Marketing und Vertrieb sorgen dafür, daß Bangs in fast jedem Fachgeschäft weltweit erhältlich sind.

Bang-Pfeifen haben sich seit Mitte der 70er durch innovatives Design und höchste Qualität  einen Spitzenplatz unter den Freehands weltweit erobert.  Dies ist leider, gerade in den letzten Jahren, nicht ohne Auswirkungen auf den Preis der Pfeifen geblieben.

Allen Bangs ist gemeinsam, daß sie in der Funktionalität durchdacht  (also keine Spielereien, die den Rauchgenuß beeinträchtigen) und absolut "perfekt" verarbeitet sind, das Finish ist beständig und greift sich höchstens zu einer "edlen Patina" ab. Die Formen sind immer ausgewogen mit einem gewissen "Schwung" und schmiegen sich geradezu in die Hand.

Die Mundstücke sind durchweg aus Ebonit, der Biss "wie er sein soll" (flach, aufgefächert) und es werden auch Modelle mit Filterkammer angeboten.

An einer Bang kommt meiner Meinung kein Sammler "vorbei", Einsteiger finden durch die weite Verbreitung mit etwas Geduld auch günstige Estates.

Preise:

ca. 400.- bis 5000.- Euro (2012)

Markierungen:

"S. Bang Copenhagen" - "Handmade in Denmark" auf dem Holm (Pfeifen vor ca. 1984 sind mit "Kobenhavn" statt "Copenhagen" gestempelt)

zusätzlich codiert:

Qualitätsstufe und manchmal das Signet des Machers ("PH" oder "UN"); Filterpfeifen tragen das Kainsmal ;-) : "9m"

Qualitäten (aufsteigend):

sandgestrahlt, glatt matt in Goldbraun, glanzpoliert Rot bis Orange.

Code (aufsteigend bei glatten Modellen in Europa): 4, 5, 6, 7, 8, 9, A, B, C, D, E?,
Einzel-Nummer (meist 4-stellige Kombination aus Jahreszahl und fortlaufender Nr/Jahr)

Bang hat viele "dänische Klassiker" im Programm, z.B. kugelige gerade Modelle mit flachem Holm (fehlen noch in der Sammlung...;-) oder wunderschöne Variationen der Bulldog , teilgestrahlt


oder glatt, z.T. mit Applikationen aus Horn, Buchsbaum oder Silber 


"berühmt": die Silberkappe



Stempel: 31te Pfeife 2002, Per Hansen


oder auch Kugelbents mit dem "berühmten Bang-Schwung" (z.B. durch "hochgezogenen" MS-Ansatz)





 und manchmal recht kurzem Holmansatz am Mundstück


 sowie Dublin-Variationen



Autor: Manfred Arenz

Kommentare:

  1. Auf meiner steht "9M" stat 9mm. Ist nach dem Stempel eine bis 1984.

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    1. Mein Fehler beim Formatieren des Berichtes. Ich habe es gleich korrigiert ;-)

      Beste Grüße,
      Jogi

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  2. Nicht unbedingt, kann doch sein, dass später auch 9mm gestempelt wurde. Mir fehlt das Vergleichsmaterial, ich habe nur die eine von Manni. Und wenn er außer der nur noch oFis hat, fehlt einer gesicherten Erkenntnis die Grundlage. ;-)

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  3. So genau schaue ich vor Schreck beim Entdecken dieses kainsmals zwar nicht hin - aber es steht "9m" auch bei aktuellen Fehlgebohrten immer noch drauf

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