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Dienstag, 5. Juni 2012

DTM - Ascanian #2 (Sweet & Gentle)

Herstellerbeschreibung:

"Schon seit Jahren wächst in mir der Wunsch, für eine eigene Tabak-Linie verantwortlich zu zeichnen. Bestmöglicher Grad an Perfektion in der Reifung des Tabaks, in der Mischung und der Fertigung ist mein Ziel. Aus dem Bereich der Premium Cigarren kennen wir den Begriff des „Aging". Gemeint ist eine Nachreifung edlen Tabaks unter bestmöglichen räumlichen Konditionen bis hin zu einem optimalen Zeitpunkt der Verarbeitung.

Entsprechend habe ich seit Jahren besonders interessante Tabak-Partien für mich reserviert und beginne mit vier naturbelassenen Blends, die allesamt durch Perique nach etwa dreimonatiger Reifelagerung sanft im Rauch und deutlich lieblich unterlegt sind. Die Basis aller vier Blends ist ein fünf Jahre alter Virginia aus Zambia. Bei jedem Verarbeitungsschritt bin ich dabei."

Virginia aus Zambia und Mysore mit einem Nikotingehalt von ursprünglich etwa 3,5%, welcher durch lange Lagerung langsam abgebaut wurde. Dazu zwei Prisen besten Orients und 10% Perique werden für 2 Tage mit 50 bar gepreßt, danach in der Spindelpressung für drei Monate reifegelagert, geschnitten und verpackt.

* Perique ist ein geheimnisvolles Kraut. Der Name weist auf Faßlagerung hin, denn Barrique heißt im Französischen Faß. Die frühen Siedler im Mississippi-Delta, die „Acadians", waren Franzosen, die 1847 auf ihrer Flucht aus dem britischen Herrschaftsbereich von Kanada in den Sümpfen Louisianas eine Heimat fanden. Einer von Ihnen, Pierre Chenet, übernahm von den dort ansässigen Indianern Jahrhunderte altes Wissen über Tabakverarbeitung. Sie stapelten Tabakblätter in ausgehöhlten Baumstämmen und preßten sie mit Hilfe schwerer Steine. Chenet verband jenes Wissen mit zeitgenössischer Drucktechnik und legte den Tabak in Holzkisten.

Erst 1905 begann man, den Tabak in Fässern zu pressen. Die Herstellung von Perique ist harte körperliche Arbeit, und es gibt heute nur noch sehr wenige Manufakturen. Der heutige Markt wird dominiert von der L. A. Poche Perique Tobacco Company in St. James Parisch unweit New Orleans. Man nimmt zur Herstellung roten Burley, neuerdings auch dark air-cured Kentucky. Der unter Druck in Fässer eingelegte Tabak wird während der etwa einjährigen Fermentation 3 mal umgepackt, um durch Luftzufuhr den von Enzymen angeregten Gärungsprozeß zu forcieren. Der Vergleich mit unserem Sauerkraut liegt da nicht allzu fern. Als Beimischung zugesetzt, verwandelt der „modrige" Perique innerhalb von 8 - 12 Wochen einen Virginia-Tabak in einen blumig-sanften Gaumenschmaus, denn Perique und Virginia sind „affin", sind für einander wie geschaffen."


Liest sich alles sehr vielversprechend und vor allem auch einmal informativ! Also ran an die "Buletten":

Der Tabak ist ohne Vacuum in wiederverschließbaren Dosen verpackt, je nach Lagerzeit kann und soll er sich graduell ändern. Ich konnte gerade Mal 2 Monate warten... Der Ascanian #2 ist ein rubbed Flake in braungelben Tönen, der Duft ist blumig/heuig mit Spuren von Kakao und Pflaume.


Gestopft wird so eine Schnittart bei mir, indem ich eine Prise für eine Füllung auf ein Blatt ausbreite (in meinem Fall habe ich etwas gewartet, da der Tabak doch noch recht feucht/frisch war) und danach einen Zyllinder Rolle, den ich dann in den Brennraum schiebe, etwas mit der Dornspitze nachdrücke bis Widerstand spürbar ist - die Krümel obenauf - feddisch !

Bereist nach wenigen Zügen entfaltet der Perique seinen Zauber: Noten nach Brause, Pflaume, dann wieder wie Pilze - unterlegt vom heuigen Virginia und etwas abgerundet durch stämmigen Orient. Da beißt nichts, kratzt nichts und der Geschmack ist mit einer gut eingespielten Band zu vergleichen, die harmonieren und ab und an ein Mitglied sich etwas nach Vorne spielt (meist der Perique mit säuerlich-süßen Geschmacksspitzen).

Insgesamt harmonisch , doch auch abwechslungsreich - auch über die kurze Lagerdauer von einem Monat immer wieder anders. Der Abbrand ist gutmütig, Kondensat entsteht kaum, ein leichtes Crossover kann in der Pfeife zurückbleiben.

Fazit: Eine sehr gelungene und abwechslungsreiche Mischung, so kann nichtaromatisierter Tabak schmecken wenn er gut gemischt ist!

Hersteller: DTM
Mischung: Virginia, Orient, Perique*
Schnittbreite: rubbed Flake
Typ: unaromatisierter VA/Perique
Stärke: mittel
Verpackung: 50, 100 und 200g Dose
Preis: 11,50 / 21,50 / 39,50 € / (2012)

Autor: Manfred Arenz

1 Kommentar:

  1. Zum Fazit: Ich würde nicht unbedingt sagen das der Tabak unaromatisiert ist. In der BMEL sind so einige Aromastoffe angegeben.
    Aber ich empfinde ihn auch als unaromatisiert weil die enstspechenden Stoffe perfekt mit dem Tabak harmonieren.
    Der Ascanian No. 2 - meine Nr. 1 :))

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