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Donnerstag, 31. Mai 2012

Bells - Three Nuns

Die 3 Nonnen gehören schon über 25 Jahre zu meinen Favoriten, im Gegensatz zu vielen anderen Tabaken ist diese Mischung in ihrer Zusammensetzung (VA,Perique, BC) und Qualität absolut gleich geblieben - nur der Preis stieg inflationsbedingt.... (2007: 13,65 € / 50g - in Luxemburg: 7,50 € !)


Der Three Nuns ist ein reiner Curly-Tabak, der allerdings in der Dose gerne etwas auffleddert. Gestopft wird er bei mir wie er aus der Dose kommt: Ohne aufrubbeln, die beschädigten Curly-Scheiben kommen als unterste Lage - einzelne Fasern werden zu Krümeln obenauf platziert. Als Pfeifen nehme ich bevorzugt Modelle mit hoher Rauchkammer, die vom Durchmesser etwas größer als die Curlys sind - ca. 2-Cent- Stück-Größe (also Modelle wie Chimney, Oom Paul, etc). Beim Stopfen sollten die Curlyscheiben waagerecht plaziert und keinesfalls fest angedrückt werden - ansonsten kann beim Rauchen schnell zu viel Widerstand entstehen.

Auch das nachstopfen sollte höchstens mit dem Eigengewicht des Stopfers geschehen, denn der Tabak neigt dazu einen festen Klumpen zu bilden.... (sollte dies passieren: Pause machen - am Rand mit dem Pfeifenlöffel des Bestecks sachte nach unten fahren bis die Reste gelockert sind - und einfach nochmals anzünden ...klappt nicht immer, aber oft ) Aufgerubbelt brennt mir der 3 Nuns zu schnell und zu feucht ab :-( 


Einige Raucher beschweren sich über die zu hohe Feuchtigkeit. In der Dose ablagern ist eine Methode (aber zeitaufwendig ;-), welche den Tabak schön reifen lässt (weiße Spuren sind kein Schimmel, sondern auskristalliesierter Zucker !).  Die Andere ist das Lagern für ca. 1 Woche ohne Zusatzfeuchte in der geöffneten Dose.

 Copyright: Peter H., Düsseldorf

Auch wenn der Tabak relativ trocken wird, läßt er sich (als ganze Curlys geraucht ) bei nicht zu starkem und heftigem Ziehen excellent rauchen - obwohl die jahrelange Nachreifung sicherlich zu bevorzugen ist.

Fazit:
Nach meinen Erfahrungen unter folgenden Vorraussetzungen ein absolutes Erlebnis:
  • Bohrung ca. 20mm , hohe Brennkammer, nicht aufrubbeln sondern stapeln
  • Unterste Lage: beschädigte Scheibchen, obenauf: zu Krümeln zerrubbelte Fasern
  • Entweder gut gelagerten oder in der Dose getrockneten Tabak verwenden
  • nicht fest Stopfen oder Nachstopfen, keinesfalls zu schnell und heftig ziehen
  • Zeit und Aufmerksamkeit nehmen (ein Rauchopfer kann so 2h dauern)
  • nicht auf nüchternen Magen rauchen, ein passendes Getränk bereitstellen (z.B. trockenen Wein)
  • wenn sich der Raum dreht: Pause machen ;-) 

Autor: Manfred Arenz

Kommentare:

  1. Hi! Es handelt sich um Virginia und Kentucky. Ciao, P

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  2. Der heutzutage erhältliche Three Nuns (in der runden Dose) besteht in der Tat aus Virginia und Dark-fired Kentucky, aber der hier besprochene originale Blend (in der eckigen Dose) enthielt statt dessen Perique, wie hier beschrieben. Obwohl immer noch Bell's auf dem Etikett steht, kommt der Tabak jetzt von Mac Baren.

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    1. @Willy R
      Nein, das stimmt so nicht. Three Nuns enthielt auch schon vor dem Wechsel zu MacBaren keinen Perique mehr. Ich habe ihn das lezte mal als ich ihn rauchte noch in der eckigen Dose gehabt, und es war eindeutig Kentucky drin, kein Perique. Es stimmt aber, daß nach der Originalrezeptur eigentlich Perique reingehört - nur, daß das halt schon sehr lange nicht mehr so ist.

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  3. Nachdem ich hier gelesen habe, daß Three Nuns jetzt von MacBaren produziert wird, bin ich neugierig geworden, in wie weit er sich verändert hat. Meine letzte Erfahrung mit Three Nuns liegt ein paar Jahre zurück. Da wurde er noch von Orlik hergestellt und kam in einer eckigen Dose (wie Abbildung oben). Schon die Orlik-Version enthielt Kentucky statt Perique. Ich habe mir damals als Verkostungsnotiz in meinem Holtappels-Pfeifentabakbrevier notiert "lecker, sehr stark, nach Bratenfond". Nun meine Erfahrung mit dem "Neuen": Geruch beim Öffnen aus der Dose: genau so, wie ich ihn in Erinnerung habe, also keine merkliche Veränderung. Geschmack im Rauch: Reife Virginiasüße, unterlegt mit etwas anderem, daß ich, wenn ich's nicht wüßte, nicht als Kentucky identifiziert hätte. Die Bratenfond-Assoziation habe ich bei der neuen Version nicht mehr, und den Tabak würde ich auch nicht mehr als "sehr stark", wohl aber als "kräftig und vollmundig" beschreiben. Die ältere Version war vielleicht etwas interessanter, aber die neue ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben (was man vom teuersten Tabak auf dem deutschen Markt ja auch erwarten können sollte!). Der Kentucky kommt bei der neueren Version nicht mehr so zur Geltung, wie bei der älteren. Das kann man schade finden - "tabakhistorisch" betrachtet ist es aber vermutlich gar nicht so verkehrt: Da Three Nuns ursprünglich eine Virginia/Perique-Mischung war, gehört Kentucky ja strenggenommen auch nicht hinein. Und der "neue" Three Nuns hat diesen reif-fruchtigen Pumpernickel-Geschmack, den man auch von Virginia/Perique-Mischungen her kennt und dürfte somit geschmacklich wieder näher dran sein am "Ur-Three Nuns".

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  4. Ich habe gerade eine aktuelle Dose 3Nuns offen. Imho ist das ein völlig anderer Tabak als früher.
    Die Curleys haben jetzt die typische Mac Baren-Größe, sind deutlich größer als von Orlik und früher bekannt. Und es ist ein Tabak geworden, den ich am Vormittag und hinterm Ladentisch stehend bestens vertrage, also im Gegensatz zu früher deutlich leichter geworden. Auch geschmacklich näher am Dark Twist als am good ol' 3Nuns. An den erinnert heute der Tumblin' Dice von DTM mehr als der heutige 3Nuns.

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  5. Der aktuelle 3Nuns von MacBaren macht auf mich den Eindruck als ob man die Virginia-Curlys aus dem Dark Twist gefischt hätte! Geschmacklich finde ich die Beiden auch ähnlich, ohne das Ahornaroma natürlich. MacBaren Kentucky halt... Kann mir einer sagen ob der 3Nuns immer so trocken aus der frischen Dose kommt oder hatte ich einfach Pech?

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  6. Der Tabak kommt relativ trocken, was ich als Vorteil empfinde. Kein Gesottere, sauberer Abbrand.

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