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Samstag, 7. April 2012

G.L. Pease - Blackpoint

Kaum zu glauben, aber  wahr: Pfeifenraucher klassifizieren sich oftmals selbst nach der Richtung, die sie am liebsten rauchen. Aromatenliebhaber, Freunde der naturnahen Richtung, Englisch-Freaks und die Fans des Latakia. Klar, sie alle sind uneingeschränkte und begeisterte Pfeifenraucher, und doch wird so manches Mal untereinander gefrotzelt. Ich muss zugeben, dass ich mit dem Latakia echte geschmackliche Probleme habe. Der Dunhill „Early Morning Pipe“ oder gar der „Nightcap“ haben mir bisher den Zugang zum Latakia gänzlich versperrt. Bis dato einfach nicht mein Ding.


Umso gespannter war ich, als mir ein amerikanischer Pfeifenfreund zu Weihnachten 2011 eine Dose „Blackpoint“ von G.L. Pease aus den USA zukommen ließ. Die Mischung liest sich sehr interessant. Virginias mit etwas Perique, für Stärke und Würze, orientalische Würztabake und ein kleiner Anteil an Latakia. Und ich muss sagen: Bingo!


Der „Blackpoint“ weist eine angenehme Natursüße auf, der Perique ist keineswegs frech, die Orientals kommen grandios und ich nehme den Latakia als einen sehr schönen und leckeren Ergänzungstabak wahr. Die gesamte Komposition ist ein Hochgenuss. Wenn hier irgendein Tabak kühlt, dann ist es definitiv der Latakia. Er ist weder aufdringlich, noch dominant. Zu jeder Zeit hat man das Gefühl, dass der Latakia die Sache abrundet.

Hinzu kommt, dass die Virginias ihre geschmacklichen Stärken ausüben können, der Perique macht sicherlich aus einem leichten Tabak nun eine mittelkräftige Mischung und die orientalischen Würztabake tun ihr Übriges. Das ist sehr gelungen, und fortan fühle ich ein Interesse in mir, ähnliche Tabakmischungen in der Pfeife auszuprobieren. Entgegen meinen Gewohnheiten, nämlich dass ich US-Tabake fast immer aus filterlosen Pfeifen rauche, schmeckt mir der „Blackpoint“ mit 9 mm-Filter noch einen Tick besser. Kondensat fast gleich null, Raumnote gerade noch akzeptabel und vor allen Dingen kein Crossover. Die Pfeife kann anschließend ohne Einschränkung für jede Art von Tabakmischung hergenommen werden. Volltreffer! 

Autor: Ralf Ruhenstroth

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