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Dienstag, 13. März 2012

Tabak: Peter Stokkebye - Irish Slices

Das Haus J.N. Barber in UK bietet im Zuge der zur Verfügung stehenden losen Tabake auch Flakes an. Unter anderem die „Irish Slices“. Da das Bild im virtuellen Shop so gut aussah, habe ich mir mal 25 g bestellt. Die Geschäftsabwicklung ohne Probleme, lag der Flake schon eine Woche später bei mir auf dem Tisch, eingerollt in grünem Plastik und gut verschlossen. Der Hersteller ist mir unbekannt, falls ihn jemand weiß, möge er mir diesen bitte mitteilen, um so diese Wissenslücke zu schließen. Vielleicht schlummert die Idee bei ehemals Murrays?


„Irish Slices“ ist ein sehr dunkler Tabak, wohl Kentuckys und Virginia. Das lässt auf Stärke schließen, ein echter Engländer? Der Tabak riecht schlicht nur echt, kein Flavour erkennbar. Er lässt sich leicht in die Pfeife einbringen, so, wie man das mit den Flakes eben so macht.  Auch das Entzünden funktioniert denkbar einfach. Schon beim Anzünden der Pfeife merkt man allerdings, dass hier in Sachen „Stärke“ keine Gefangenen gemacht werden. Da steckt, wohl dem Kentucky geschuldet, ordentlich Bumms hinter. Ähnlich dem „Irish Flake“ von Peterson haben die „Irish Slices“ reichlich Nikotin.

Eine typisch irische Richtung halte ich gerne für floral. Seifig, wie der Volksmund sagt. Keine Spur, dieser Tabak schlägt zunächst ein wenig in Richtung Zigarre, offenbart dann ein wirklich dezentes und zartes Fruchtaroma und das war es dann auch. Leicht süßliche Virginias reden ein gehöriges Wort mit. Ansonsten ehrlicher Tabak. Nun, das wäre eigentlich völlig unspektakulär. Dem ist aber nicht so. Ich rauche diesen Flake vorwiegend in einer ungefilterten Pfeife, am liebsten in einer Meerschaum. Und selten war ein Tabak dieser Richtung, mit so einer Stärke, so sanftmütig zu meiner Zunge. Ein gutmütiger Bursche, rund und ausgewogen!

Flake-typisch, ruhig geraucht, mit einem nicht all zu großen Füllvolumen, senkt sich die entstehende dunkel-graue Asche zu Boden. Was bleibt, ist ein kaum an Aufsehen erregender Duft im Raum, eine gewisse Sättigkeit beim Konsumenten und das Gefühl, einem echten Genuss gefrönt zu haben. Für wen sind die „Irish Slices“ zu empfehlen? Den Fans vom „Irish Flake“, und wohl dem „University Flake“ auch, ansonsten dürften Condor- und McQuaid-Enthusiasten eine echte und lohnenswerte Alternative gefunden haben. Beide Daumen nach oben!
Autor: Ralf Ruhenstroth

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